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Fußball

Hamburg verspielt Finale

Der Hamburger SV hat das Finale der Europa League verpasst. Durch die 1:2 (1:0)-Niederlage beim FC Fulham nach dem 0:0 im Hinspiel scheidet der HSV im Halbfinale aus. Im Finale trifft Fulham auf Atlético Madrid.

Zweikampf (Foto: AP)

Umkämpfter Sieg: Fulhams Dickson Etuhu gegen Ze Roberto

Doch kein Happy End zum Saisonende: Der Hamburger SV hat eine turbulente Woche mit einer peinlichen 1:5-Auswärtsniederlage in Hoffenheim und der darauf folgenden Suspendierung von Trainer Bruno Labbadia mit dem Aus in der Europa League beendet. Damit endete auch der Traum vom Finale im eigenen Stadion und wahrscheinlich alle Europapokal-Hoffnungen für die nächste Saison, denn auf Tabelelnplatz sieben hat der HSV nur noch theoretische Chancen auf einen Startplatz im internationalen Geschäft. Trotz einer 1:0-Führung schaffte es der krisengeschüttelte Klub mit Interimstrainer Ricardo Moniz nicht, ein Unentschieden zu halten. Die Moral und der Kampfgeist des FC Fulham wurde dagegen belohnt. "Das ist eine ganz bittere Stunde", sagte HSV-Klubchef Bernd Hoffmann. "Wir haben zwei Jahre lang den Traum vom Endspiel im eigenen Stadion geträumt, wenn der dann 20 Minuten vor dem Ende platzt, ist das ganz bitter." Auch Torschütze Mladen Petric war enttäuscht. "Man sieht, wie bedrückt alle sind. Es ist die größte Enttäuschung, die ich je erlebt habe. Wir hatten eine Riesenchance."

Petric mit Traumtor

Mladen Petric jubelt nach sienem Treffer (Foto: EPA/GERRY PENNY)

Da schien die Welt noch in Ordnung

Die meisten der 22.500 Zuschauer im ausverkauften Craven Cottage sprangen bereits in der 3. Minute von ihren Sitzen, als Fulhams Stürmerstar Bobby Zamora aus neun Metern Hans-Jörg Butt im Kasten des HSV prüfte. Fahrlässig agierte die Hamburger Abwehr in dieser Szene, die aber ohne Folgen blieb. Bis zur 22. Minute passierte nicht mehr viel, dann schlug die große Stunde für Petric: Der HSV-Stürmer schnappte sich bei einem Freistoß den Ball und zirkelte ihn maßgenau ins linke Eck – ein Traumtor. Von da an waren nur noch die etwa 1.300 mitgereisten HSV-Fans zu hören, die lautstark ihr Team anfeuerten. Danach lieferte sich der HSV bis zur Halbzeit eine Abwehrschlacht mit den stürmenden Londonern, nach vorn ging nicht mehr viel für die Hamburger. Fulham brauchte wegen des 0:0-Unentschiedens im Hinspiel bereits zwei Tore zum Weiterkommen.

Turbulente zweite Halbzeit

Petric trifft mit Freistoß (Foto: AP)

Genau in den Winkel traf Petric

Die Hamburger starteten offensiver in die zweiten Halbzeit, agierten clever uns ließen zunächst hinten nichts anbrennen. Fulham wurde erst in der 63. Minute wieder gefährlich: Durch einen Schuss von Damian Duff, der knapp rechts am Tor vorbeiging. Erst eine Einzelaktion brachte den FC Fulham wieder zurück ins Spiel: Simon Davies erzielte in der 69. Minute das 1:1-Unentschieden – die Schlüsselszene. Die "graue Maus aus London", wie der älteste der vier großen Klubs aus der britischen Hauptstadt auch genannt wird, hatte bislang noch kein einziges Heimspiel in der laufenden Europapokal-Saison verloren. Die Engländer schöpften neue Hoffnung, spielten nach vorn und wurden eine Viertelstunde vor Schluss für ihre Mühe belohnt: Zoltan Gera verwandelte nach mehreren Hamburgern Abwehrfehlern zum 2:1-Endstand und besiegelte den größten Triumph der Vereinsgeschichte. Im Finale am 12. Mai in Hamburg trifft Fulham auf Atlético Madrid. Den Spaniern reichte nach dem 1:0-Erfolg im Hinspiel auswärts beim FC Liverpool eine 1:2-Niederlage nach Verlängerung.

Autorin: Olivia Fritz

Redaktion: Arnulf Boettcher

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