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Fußball

Hamburg und Bremen verschenken Punkte

Der Hamburger SV und Werder Bremen spielen Unentschieden, Bayern und Schalke nehmen sich die Punkte gegenseitig weg - nur Bayer Leverkusen siegt unbeeindruckt und bleibt an der Tabellenspitze.

Der Hamburger Torschütze Eljero Elia jubelt nach seinem Treffer (Foto: AP)

Elias Treffer reicht nicht - HSV lässt Punkte liegen

Der HSV hätte einen Riesenschritt in Richtung Tabellenspitze machen können, doch die Personalnot scheint den Hamburgern langsam zuzusetzen. Bei Hannover 96 erreichten sie trotz zweimaliger Führung nur ein 2:2 (2:1). "Wir sind unfair behandelt worden, " haderte HSV-Trainer Bruno Labbadia mit der Elfmeter-Entscheidung in der 88. Minute. "Ich habe dem Schiedsrichter gesagt, dass sein Elfmeterpfiff eine Angst-Entscheidung war."

Durch das unnötige Unentschieden im Nord-Derby warten die Hamburger weiter auf den ersten Ligasieg seit dem 4. Oktober und liegen nach der kleinen Schwächeperiode in der Tabelle der Fußball-Bundesliga jetzt drei Punkte hinter Tabellenführer Bayer Leverkusen. Leverkusen hatte am Freitag vorgelegt und mit einem klaren 4:0 (3:0)-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt seine Tabellenführung ausgebaut.

Mesut Oezil bejubelt seinen Treffer. (Foto: AP)

Serie gehalten - Punkte gelassen

Auch Werder Bremen hat die große Chance vertan, bis auf eine Punkt an Leverkusen heranzukommen. Die Bremer Serie von 18 Pflichtspielen in Folge ohne Niederlage hat zwar gehalten, aber beim 1:1 (1:0) gegen Borussia Dortmund merkte man Werder den Kräfteverschleiß aus den vielen "englischen Wochen" aus Liga, Pokal und Europa League an. Beeindruckend ist dagegen die Torbilanz von BVB-Stürmer Lucas Barrios: Im sechsten Pflichtspiel hintereinander erzielte er das sechste Tor.

Köln siegt im Kellerduell

Mit einem 1:0 (0:0)-Auswärtssieg hat sich der 1. FC Köln ein wenig aus der Krise schießen können. Durch den späten Treffer von Kapitän Milivoje Novakovic kletterten die Kölner pünktlich drei Tage vor Beginn der Karnevalssaison auf den 13. Tabellenplatz. "Diese drei Punkte geben Selbstvertrauen für die nächsten zwei Wochen", resümierte Novakovic. Hertha bleibt dagegen weiter Schlusslicht und hat nun schon sechs Punkte Rückstand auf den 15. Rang.

Remis im Topspiel

Schalkes Kuranyi (l.) und Bayerns van Buyten im Laufduell. (Foto: AP)

Kuranyi (l.) und Torschütze van Buyten im Laufduell

Am Samstag wollte der FC Bayern im Topspiel der 12. Runde seine Rolle als Meisterschaftskandidat untermauern und Konkurrent Schalke 04 bezwingen. Doch daraus wurde nichts. Die Münchener kamen gegen die Königsblauen nicht über ein mageres 1:1 (1:1)-Unentschieden hinaus und treten damit unter ihrem Trainer Louis van Gaal weiter auf der Stelle. Der Bayern-Coach wirkte anschließend bemerkenswert niedergeschlagen: "Es ist frustrierend, dass wir in der zweiten Halbzeit kein Tor gemacht haben. Ich denke, wir hätten es verdient." Aber verdienen allein reiche nicht. Es sei immer so, dass die Mannschaft das Tor auch machen müsse, betonte van Gaal.

Die Krise der Bayern wurde auch abseits des Platzes deutlich: Stürmer Luca Toni verließ nach seiner Auswechslung während des Spiels das Stadion, Phillip Lahm kritisierte ungewohnt offen Einkaufspolitik und andere Entscheidungen der Führungsetage. Beide Spieler wurden vom Verein mit hohen Geldstrafen belegt. In der Tabelle rangiert der deutsche Rekordmeister auf Position acht, sechs Zähler hinter Spitzenreiter Leverkusen.

Meister Wolfsburg holt auf

Grafite (m.) macht den Siegtreffer für Wolfsburg. (Foto: AP)

Grafite (m.) macht den Siegtreffer für Wolfsburg

Unterdessen hat sich der VfL Wolfsburg mit einem 2:1 (0:1)-Erfolg bei 1899 Hoffenheim eindrucksvoll im Rennen um die Herbstmeisterschaft zurückgemeldet und dem Konkurrenten die erste Heimniederlage der Saison beigebracht. Durch den dritten Auswärtssieg sind die Wölfe nun mit einem Punkt Rückstand hinter Schalke Tabellen-Fünfter. Dennoch zeigte sich Trainer Armin Veh nicht rundum zufrieden mit der Leistung seiner Wolfsburger: "In der ersten Halbzeit war das nicht das Spiel, das ich mir vorgestellt habe. In der zweiten Halbzeit war das aus meiner Sicht komplett anders. Wir waren von der ersten Minute an wirklich aggressiv, waren sehr, sehr ballsicher, haben gut nach vorne gespielt, haben uns Torchancen herausgespielt und hätten sicher das ein oder andere Tor mehr machen müssen." Insgesamt gehe der Sieg aufgrund der zweiten Halbzeit völlig in Ordnung, freute sich Veh.

Auch Aufsteiger Mainz bleibt dran

Die Mainzer feiern ihren Torschützen Soto (m.) und gratulieren ihm überschänglich. (Foto: AP)

Die Mainzer feiern den Schützen des 1:0 Soto (m.)

Für Furore sorgt weiterhin der FSV Mainz, der das Aufsteigerduell gegen den 1. FC Nürnberg mit 1:0 (1:0) für sich entschied. Das Team von Trainer Thomas Tuchel ist nun punktgleich mit Wolfsburg Sechster. Dennoch erkannte der Mainzer Coach eine gewisse Nervosität bei seinen Spielern: "Die Mannschaft hatte das Gefühl, dass sie zum ersten Mal etwas zu verlieren hat. Wir sind als Favorit in das Spiel gegangen und haben diese Rolle aufgrund unserer Heimbilanz auch angenommen. Plötzlich führt man mit 1:0, macht einen Schritt weniger und ist nicht mehr ganz so mutig." Und so sei es am Schluss einfach eng geworden. Umso schöner sei es dann, wenn endlich der Abpfiff komme, meinte Tuchel erleichtert.

Dagegen hinkt Champions-League-Teilnehmer VfB Stuttgart weiter den Ansprüchen hinterher. Die Schwaben kamen bei Borussia Mönchengladbach nur zu einem glücklichen 0:0.

Zweite Bochumer Niederlage unter Herrlich

Freiburgs Reisinger freut sich über sein entscheidendes Tor und rennt über den halben Platz. (Foto: AP)

Freiburgs Reisinger freut sich über sein entscheidendes Tor

Trainer Heiko Herrlich wartet mit seinem neuen Klub VfL Bochum weiter auf den ersten Punkt. Der Koller-Nachfolger kassierte mit den Westfalen eine 1:2 (0:1)-Heimpleite gegen Aufsteiger SC Freiburg und damit die zweite Niederlage unter seiner Regie. Anschließend zeigte Herrlich Verständnis für die Unmutsbekundungen der Bochumer Fans: "Dass die Zuschauer enttäuscht sind ist vollkommen klar. Das ist ärgerlich, nur ich denke die Mannschaft hat alles gegeben, hat in der zweiten Halbzeit auch ein Abseitstor nicht anerkannt bekommen." Das sei bitter, weil drei Punkte verdient gewesen wären, ergänzte Herrlich.

Autor: Calle Kops / Olivia Fritz

Redaktion: Wolfgang van Kann

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