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Fußball

Hamburg trennt sich von Trainer Labbadia

Nach der 1:5-Pleite in Hoffenheim hat der HSV seinen Trainer Bruno Labbadia entlassen. Der Titelkampf zwischen Bayern München und Schalke ist nach dem 32. Spieltag wieder völlig offen.

HSV-Trainer Bruno Labbadia ahnte nach der Pleite in Hoffenheim wohl schon, was auf ihn zukommt. (apn Photo/Thomas Wieck)

Bruno Labbadia ist nicht mehr Coach des HSV

Bruno Labbadia hatte den Rückhalt der Hamburger Spieler schon längst verloren (Foto: dpa)

Labbadia und der HSV gehen getrennte Wege

Länger wollte der Vorstand des Hamburger SV dem rasanten Absturz nicht mehr tatenlos zusehen. Drei Tage vor dem Halbfinal-Rückspiel des HSV beim FC Fulham ist für Trainer Bruno Labbadia kein Platz mehr auf der Bank.Der Hamburger SV hatte am Sonntag mit einer desolaten Vorstellung erneut seine Fans verärgert. In der Partie gegen die ebenfalls zuletzt formschwachen Hoffenheimer kassierte die Elf mit 1:5 (0:3) die höchste Niederlage seit sechs Jahren. Schon nach 79 Sekunden traf Hoffenheims Vedat Ibisevic zur Führung für die Gastgeber, zur Pause war die Partie schon entschieden. Die HSV-Akteure wirkten über weite Strecken lustlos und schläfrig. Mit der erneuten Niederlage verspielten die Hamburger die Chance, sich in der Liga für einen Platz im europäischen Fußball zu qualifizieren. Das geht jetzt nur noch mit dem Gewinn der Europa League. Einen solchen Erfolg aber traute der HSV-Vorstand seinem Coach Labbadia nicht mehr zu. Ab sofort übernimmt Techniktrainer Ricardo Moniz die sportliche Leitung.

Labbadia hatte in Hamburg noch einen Vertrag bis Juni 2012. Erst im vergangenen Sommer war der Trainer mit einer Ablöse von geschätzten 1,3 Millionen Euro vom Ligakonkurrenten Bayer Leverkusen an die Elbe geholt worden. Dort übernahm Labbadia als Nachfolger des Niederländers Martin Jol das Training. Er war der sechste Trainer des HSV in knapp sechs Jahren

Freiburg fast am rettenden Ufer

Wolfsburgs Torhüter Benaglio in giftgrünem Dress streckt sich vergeblich nach einem Schuss, der links unten in seinem Tor einschlägt. Foto: Patrick Seeger dpa/lsw

Wolfsburgs Benaglio patzte beim Gegentreffer

Im zweiten Sonntagsspiel schallte nach dem Schlußpfiff der Jubel der Erleichterung durch das Stadion an der Dreisam. Der SC Freiburg feierte einen ganz wichtigen Erfolg gegen den VfL Wolfsburg. Mit den Abstiegssorgen im Nacken lieferten die Breisgauer eine engagierte und kämpferische Leistung ab. Cedrick Makiadi machte das entscheidende Tor zum 1:0 (1:0)-Erfolg. Bei seinem Schuß aus etwas mehr als 20 Metern machte Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio eine unglückliche Figur. Drei Punkte Vorsprung haben die Freiburger jetzt auf den Relegationsplatz, das sei allerdings kein Ruhekissen meinte SC-Torschütze Makiadi nach der Partie: "Es war ein wichtiger Schritt. Allerdings sind noch sechs Punkte zu vergeben, deswegen ist es noch nicht vorbei."

Heisser Zweikampf an der Spitze

Alles offen ist an der Spitze der Tabelle nach diesem Spieltag. Nur die Tordifferenz trennt Tabellenführer FC Bayern München und Verfolger FC Schalke 04. Vor den letzten beiden Spielrunden haben beide 64 Punkte auf dem Konto. Die Münchner kamen bei Borussia Mönchengladbach nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Der eingewechselte Miroslav Klose verhinderte mit seinem Kopfball-Tor in der 73. Minute sogar noch die drohende Niederlage, denn Marco Reus hatte die Borussia in der 60. Minute in Führung gebracht. Bayerns Top-Torjäger Arjen Robben blieb trotz des Punkteverlustes am Niederrhein ganz gelassen: "Das ist Fußball und das ist vielleicht das Schöne an der Bundesliga. Aber ich denke wir müssen jetzt ganz ruhig bleiben, auch wenn das Ziel heute drei Punkte waren, das wäre super gewesen." Jetzt aber sei die Aufgabe einfach zweimal zu gewinnen und dann sei man Meister, ergänzte der Niederländer.

Schalke gewohnt effektiv

(apn Photo/ Mark Keppler)

Leverkusens Kießling ist mit 21 Treffern Top-Torjäger

Münchens schärfster Verfolger agierte diesmal in bester Bayern-Manier: Schalke spielte schlecht beim Schlußlicht Hertha BSC. Mit einem Treffer kurz vor Schluß entschieden die Königsblauen die Partie trotzdem glücklich mit 1:0 (0:0) für sich. Verteidiger Heiko Westermann erzielte das goldene Tor für die Schalker. S04-Trainer Felix Magath ließ es sich danach nicht nehmen, den Bayern nicht ganz uneigennützig für die Königsklasse des Fußballs Glück zu wünschen: "Ich glaube und hoffe, dass es für die Bayern in der Champions League noch weiter geht." Und wenn die Bayern ins Finale kämen, dann sei er überzeugt, dass auf sie in der Bundesliga noch ein Unentschieden warte, schob Magath nach.

Dreikampf um Rang drei

Gleich drei Mannschaften streiten sich um den dritten Platz, der zur Champions League-Qualifikation berechtigt, und an diesem Spieltag gab sich weder Bremen, noch Leverkusen oder Dortmund eine Blöße. Werder bezwang den 1. FC Köln mit 1:0 (0:0), musste aber bis zur Nachspielzeit um den Sieg zittern. Dann verwandelte Torsten Frings den entscheidenden Handelfmeter gegen stark kämpfende Kölner. "Wir sind immer wieder angerannt und haben am Ende die Situation erzwingen können", sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf.

Mit beiden Armen in die Luft gereckt bejubelt Schalkes Heiko Westermann seinen Siegtreffer zum 1:0 über Berlin. (apn Photo/Kai-Uwe Knoth)

Torverhinderer Westermann macht den Siegtreffer

Leverkusen hat gegen Hannover 96 seine Negativserie beendet. Im Heimspiel gewann Bayer mit 3:0 (1:0) und rangiert in der Tabelle im Moment mit einem Punkt vor dem BVB auf Position vier. Bayer-Coach Jupp Heynckes zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: "Wir mussten heute unbedingt gewinnen, das hat man der Mannschaft angemerkt. Es gibt solche Spiele wo man Geduld haben muss und vor allen Dingen wo man über den Kampf kommt, über die taktische Ordnung." Letztendlich aber sei man als der verdiente Sieger vom Platz gegangen, war Heynckes überzeugt. Dank dreier Treffer von Torjäger Lukas Barrios war Borussia Dortmund beim 1. FC Nürnberg mit 3:2 (1:1) erfolgreich und steht im Kampf um einen Platz in der europäischen Königsklasse auf dem fünften Rang. Bereits am Freitag (23.04.2010) hatte der VfB Stuttgart mit einem 2:0 (2:0)-Erfolg beim VfL Bochum seine Ambitionen auf das Erreichen eines internationalen Startplatzes untermauert.

Spannendes Rhein-Main-Derby

Eintracht Frankfurt bleibt die Nummer eins im Rhein-Main-Gebiet. Nach einem packenden 3:3 (2:1) im Südwestderby beim FSV Mainz 05 behauptete die Eintracht Rang neun vor den Mainzern.

Autor: Joachim Falkenhagen/Jens Krepela
Redaktion: Wolfgang van Kann