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Fußball

Hamburg siegt und fliegt

Zum Auftakt des 16. Spieltages schlägt Hamburg die TSG Hoffenheim und bricht zu einer einer Brasilienreise auf. Bayern München hat eine Pflichtaufgabe in Augsburg zu lösen, Leverkusen und BVB kämpfen um Rang zwei.

Der Hamburger SV hat sein Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim mühelos mit 2:0 (1:0) gewonnen. Beide Tore erzielte der Lette Artjoms Rudnevs (27. und 74. Minute). Der HSV kletterte durch den Sieg vorübergehend auf den sechsten Tabellenplatz und hat nun 24 Punkte auf dem Konto. Gleich nach dem Abpfiff startete die Mannschaft zu einem außergewöhnlichen Auswärtstrip: Sie flog zur Einweihung des Stadions von Grêmio Porto Alegre nach Brasilien. Hoffenheim gelang dagegen auch nach der Entlassung von Trainer Markus Babbel keine Trendwende: Die TSG kassierte die fünfte Niederlage in Folge und steht mit nur zwölf Punkten auf dem drittletzten Rang. Interimstrainer Frank Kramer kassierte bei seinem Bundesliga-Debüt eine deutliche Niederlage und muss die Mannschaft nun auf die schwere Aufgabe am nächsten Wochenende gegen Borussia Dortmund vorbereiten.

Alltag nach rauschendem Europapokalfest

Für die sieben Klubs, die es in die K.o.-Phase des Europapokals geschafft haben, geht der Liga-Alltag weiter. Den Gruppensieg in der Champions League in der Tasche muss Rekordmeister Bayern München am 16. Spieltag der Fußball-Bundesliga nun zum bayerischen Konkurrenten FC Augsburg. Der Tabellenführer steht bereits unangefochten als Herbstmeister fest und hat mit Augsburg einen vermeintlich leichten Gegner. Denn der FCA steht mit nur acht Punkten und neun Niederlagen aus 15 Spielen auf dem vorletzten Platz. Allerdings sind die Augsburger in ihrem Spiel des Jahres hoch motiviert und hätten sicher nichts gegen einen Außenseiter-Derbysieg einzuwenden. Es wäre in ihrem insgesamt 50. Bundesligaspiel der erst zweite Saisonsieg.

Über einen Ausrutscher der Bayern dürfte sich auch Meister Borussia Dortmund freuen, denn der BVB hat es am vergangenen Wochenende beim 1:1 gegen die Bayern verpasst, selbst für das zwischenzeitliche Ende der bayerischen Dominanz zu sorgen. Zu Gast ist der VfL Wolfsburg, der laut BVB-Trainer Klopp "die Lust am Fußball" wiederentdeckt zu haben scheint. Viermal hat der BVB zuletzt gegen die "Wölfe" gewonnen und dabei 13 Tore erzielt. Interimscoach Lorenz-Günther Köstner kündigte jedoch an, dass seine Mannschaft eine andere Einstellung mitbrächte als zuletzt Manchester City in der Champions League, gegen das der BVB mühelos gewonnen hatte.

Leverkusen kämpft um Lieblingsplatz zwei

Leverkusens Torschütze Stefan Kießling (l-r), Dani Carvajal und Lars Bender jubeln nach dem Treffer zum 1:0. Foto: (Marius Becker/dpa)

Macht Leverkusen seinem Spitznamen "Vizekusen" wieder alle Ehre?

Während sich Dortmund und Bayern im direkten Duell die Punkte teilten, freute sich der Tabellenzweite Bayer Leverkusen, der sich gegen Nürnberg durchsetzte und drei Punkte vor Dortmund liegt. Leverkusen tritt am Sonntag bei Hannover 96 an, wo Trainer Mirko Slomka in dieser Woche endlich seinen Vertrag verlängert hat. Allerdings haben die 96er nur eins der letzten elf Heimspiele gegen Leverkusen gewinnen können und zuletzt drei Niederlagen aus vier Spielen kassiert. Leverkusen hat dagegen sechs Siege aus den letzten sieben Spielen eingefahren und mit Stefan Kießling den erfolgreichsten Bundesliga-Torschützen des Jahres in ihren Reihen (22 Treffer in 2012). Ebenfalls am Sonntag spielt Europa-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach gegen Mainz 05.

Der VfB Stuttgart musste zwar auch am Donnerstag auf der europäischen Bühne ran und machte trotz einer Niederlage den Einzug in die Zwischenrunde perfekt, doch für die Schwaben geht es bereits am Samstag weiter. Der VfB, der nur noch einen Punkt von den Europapokalrängen entfernt ist, empfängt den kriselnden FC Schalke 04. Die "Königsblauen" haben nur eines der letzten sechs Spiele gewonnen und stagnieren auf Rang vier.

Schlusslicht Fürth und das vernagelte Tor

Wer die Stuttgarter am Donnerstag bei ihren vergeblichen Versuchen beobachtet hat, gegen Molde FK ein Tor zu schießen, fühlte sich unwillkürlich an Greuther Fürth erinnert. Der Tabellenletzte hatte zuletzt mehr Pech als man sich vorstellen kann und will endlich mal wieder ein Tor schießen. Gegner SC Freiburg hat wohl etwas dagegen, auch wenn dessen Trainer Christian Streich nach eingehender Videoanalyse befand, einen "Gegner auf Augenhöhe" zu Gast zu haben.

Ziemlich tief in der Tabelle steht der 1. FC Nürnberg: Der "Club" hat nur vier Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16. Gegner Fortuna Düsseldorf kommt dagegen mit Schwung aus der englischen Woche, in der der Aufsteiger sieben Punkte einfuhr. Ganz anders geht es derzeit der Eintracht aus Frankfurt, die nach dem überraschend starken Saisonbeginn nun einen Durchhänger, aber immerhin noch Rang fünf gesichert hat. Der ist aber im Spiel gegen Werder Bremen in Gefahr, denn die Bremer haben nur drei Zähler weniger auf dem Konto und würden Frankfurt gern verdrängen.

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