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Aktuell Nahost

Haftstrafen für Mitarbeiter der Adenauer-Stiftung in Ägypten

Auch Mitarbeiter von 16 weiteren Nichtregierungsorganisationen erhielten Gefängnisstrafen. Ein ägyptisches Gericht befand die 43 Angeklagten der illegalen Betätigung und unrechtmäßigen Finanzierung für schuldig.

Im Prozess gegen ausländische Nicht-Regierungsorganisationen in Ägyptens Hauptstadt Kairo sind 43 Mitarbeiter zu Haftstrafen zwischen einem und fünf Jahren verurteilt worden. Betroffen ist auch die deutsche Konrad-Adenauer Stiftung (KAS). Ihr Leiter Andreas Jacobs wurde in Abwesenheit zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, seine Kollegin Christiane Bader zu zwei Jahren. Den Mitarbeitern wurden illegaler Geldtransfer sowie Arbeiten ohne Lizenz vorgeworfen. Der Richterspruch in der Hauptstadt Kairo wurde im Fernsehen live übertragen.

Angeklagt waren ägyptische und ausländische Mitarbeiter von Nicht-Regierungsorganisationen - auch 19 US-Bürger waren angeklagt. Die meisten Ausländer haben inzwischen das Land verlassen. Das Gericht ordnete zudem die dauerhafte Schließung der betroffenen Stiftungen und Organisationen an.
 
Im Dezember 2011 wurden Büros von 17 Organisationen durchsucht. Damals wurde das nordafrikanische Land noch vom Militärrat regiert. Im Februar 2012 begann der Prozess. Im März verließen die beiden KAS-Mitarbeiter sowie die meisten anderen ausländischen Betroffenen das Land, nachdem ein Ausreiseverbot gegen Kaution aufgehoben wurde.

sti/kle (dpa, afp)