Hacker erbeuten neues Bond-Skript | Kultur | DW | 14.12.2014
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Kultur

Hacker erbeuten neues Bond-Skript

Seit den Hackerangriffen auf die Filmgesellschaft Sony Pictures im November werden immer mehr Einzelheiten aus dem neuen James-Bond-Streifen bekannt. Offenbar ist den Hackern ein frühes Drehbuch in die Hände gefallen.

Im Internet kursierten bereits Einzelheiten über den neuen Film, berichtet der britische Sender Sky News. "Spectre" soll mit Produktionskosten von 300 Millionen Euro der teuerste James Bond aller Zeiten werden. In den Hauptrollen wurden Daniel Craig als 007 und Christoph Waltz als Bösewicht verpflichtet. Bei dem Angriff wurden gigantische Datenmengen von den Sony-Computern gestohlen, darunter auch mehrere unveröffentlichte Filme.

Peinliche Enthüllungen

Für eine Reihe von Spitzenmanagern des größten Filmstudios der USA waren die vergangenen Wochen sehr unangenehm, da täglich neue pikante Details publiziert wurden. So bezeichnete Sony-Produzent Scott Rudin die Schauspielerin Angelina Jolie als "minimal talentiertes, verzogenes Gör". Mit ernsthafteren Konsequenzen muss er rechnen, weil er mit Sony-Kollegin Amy Pascal via E-Mail offenbar rassistische Witze über Präsident Barack Obama austauschte. Beide haben mittlerweile öffentlich um Entschuldigung gebeten.

Eine Zeit lang war spekuliert worden, dass Nordkorea das Unternehmen gehackt haben könnte - wegen der Filmkomödie "The Interview", in der zwei US-Journalisten den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un töten sollen. Das Land dementierte allerdings. Die Hackergruppe nennt sich selbst "Guardians of Peace". Nach dem Angriff erschienen auf allen PC-Monitoren bei Sony Pictures das Bild eines Skeletts mit der Aufschrift "Hacked by #GOP".

suc/sti (dpa, spiegel)