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Deutschland

Hacker attackieren Bundesregierung

Mit einer Cyber-Attacke haben prorussische Hacker mehrere Internetseiten der Bundesregierung stundenlang lahmgelegt. Sie begründeten dies mit der deutschen Unterstützung für die Ukraine.

Zu dem Hacker-Angriff bekannte sich eine Gruppe namens "CyberBerkut". Anlass der Attacke sei der Besuch des ukrainischen Ministerpräsidenten Arsenij Jazenjuk in Berlin. "Jazenjuk hofft auf Milliardenkredite von der EU und vom Internationalen Währungsfonds", schreiben die Hacker auf ihrer Webseite (im Bild unten). Wie er dieses Geld "verschwenden" wolle, sei offensichtlich: "Jazenjuk braucht Geld, um den Krieg zu verlängern, und nicht, um die kollabierte Infrastruktur unseres Landes wieder herzustellen", so die Hacker. Deutschland solle "das kriminelle Regime" in Kiew nicht mehr unterstützen, fordert "CyberBerkut".

Kein Anschluss unter diesen Webseiten

Regierungssprecher Steffen Seibert bestätigte, dass die vom Bundespresseamt betriebenen Internetauftritte zeitweise lahmgelegt waren. Eine Masse externer Anfragen habe den Zusammenbruch ausgelöst. Am schwersten betroffen waren die Seiten des Bundestags und der Bundeskanzlerin. Auch der Internetauftritt des Auswärtigen Amts war nach Angaben eines Sprechers vorübergehend nicht zu erreichen. Das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) überprüfe den Vorfall. Seit dem Abend können die Seiten wieder aufgerufen werden.

Spezialeinheit lebt im Internet weiter

"Berkut" (Steinadler) war eine Spezialeinheit des ukrainischen Innenministeriums. Nachdem Berkut-Mitglieder gewaltsam gegen Demonstranten auf dem Kiewer Maidan vorgegangen waren, wurde die Sondereinheit im Februar 2014 aufgelöst. Die prorussische Gruppe "CyberBerkut" führt das Wappen der ehemaligen Berkut-Einheit im Kopf ihrer Webseite, auf der sie unter anderem gegen die Einmischung der USA "in die inneren Angelegenheiten unseres Landes" herzieht. Auch die Nato war schon das Ziel ihrer Angriffe. Wer genau hinter der Gruppe steht, ist nicht bekannt.

Jazenjuk sucht Geldgeber

Die Geldnot der Ukraine ist ein Grund für den Besuch von Ministerpräsident Jazenjuk (im Bild links) sowie der ukrainischen Finanzministerin und des Wirtschaftsministers in Berlin. Die Bundesregierung will für Kredite in Höhe von 500 Millionen Euro für die Ukraine bürgen. Allerdings hat sie sich ein Mitspracherecht bei der Verwendung der Gelder ausbedungen.

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