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Europa

"Habt ihr Nordirland vergessen?"

Russische User haben mit e-mails auf die Moskauer Geiselnahme und auf die Berichterstattung von DW-WORLD reagiert. Einige Beiträge stellen wir hier zur Diskussion.

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Denis

Das wichtigste Interesse eines Staates ist das Wohl ALLER Bürger. Braucht Deutschland Armee, Polizei, Geheimdienst um die Interessen ihres Staates oder ihrer Bürger zu schützen? Vielleicht finden diese Begriffe keinen Widerspruch. Deutsche Presse mag es einfach zu jedem Anlass Unsinn verbreiten, ohne die Sache richtig zu verstehen.

Alex

Es ist einfach, destruktive Kritik zu üben, die den Journalisten von der Deutschen Welle keine Ehre macht. Erinnert Ihr Euch an die olympische Tragödie und deren Folgen – ALLE Geisel waren tot, ALLE Terroristen waren unter sehr seltsamen Umständen freigelassen. Es gibt da nichts zu prahlen. Man könnte sich für die 500 nicht in die Luft gejagten Menschen, darunter 3 Deutsche, freuen. Stattdessen erfolgt in den deutschen Medien gezielte Legitimation solcher Terrormittel wie Selbstmord durch die Sprengung. Laut einiger Journalisten, ist solcher Selbstmord einer der legitimen Methoden des politischen Druckes. Es darf nicht zu so einem Präzedenzfall kommen. Meine Meinung zu der Frage "Tschetschnja". Man darf nicht nur durch die russische Politik das Phänomen der Sklavenexistenz und Sklavenhandel; SYSTEMATISCHE Geiselnahmen von 7.000 bis 20.000 jährlich zwecks der Einlösung; Kriegsgefangene, die wenn sie sich weigern zum Islam überzutreten, geköpft und dabei gefilmt werden, erklären. Es gibt genügend Fälle, worüber sich die EXPERTEN für die Menschenrechte Gedanken machen müssen.

Oleg

"Habt Ihr etwa Nordirland, die Basken in Spanien und Quebec in Kanada vergessen? Hat man euch etwa nach Jugoslawien gerufen oder seid ihr von alleine dorthin gefahren? Hat die NATO (und dabei auch die Deutschen) den Irak vergessen? (...) Ist Bin Laden ein Führer des Widerstandes oder ein Terrorist? Das Wort dem Sprecher der Terroristen zu geben, der den Mord der unschuldigen Menschen für richtig hält, und hinterher seine Meinung noch positiv einzuschätzen - das ist eine große Niederträchtigkeit, wenn nicht schlimmer. Sie wird noch lange stinken."

Aleksandr

"Ich denke, dass der Nutzen der deutschen und amerikanischen Radiosendungen für die Russen sehr groß ist. Denn es zeigt deutlich, welche tatsächliche Haltung der Westen zu uns hat: eine Doppelmoral (Israel kann Krieg mit Arabern auf eroberten Gebieten führen, und Amerika kann das gegen jedes Volk und in jedem Land, das Erdöl hat, aber wir, wir Russen dürfen uns sogar nicht einmal im eigenem Land der Aggression widersetzen.) Wir kriegen unbedingt was auf die Nase – alle anderen sind cool und haben recht, nur wir Russen sind Unmenschen. (Eine übliche Herangehensweise, das haben wir schon einmal gehört). (...) Ich danke euch. Zum Antikommunisten bin ich nicht durch die Deutsche Welle, sondern durch die Zeitung 'Prawda' geworden. Dank der Deutschen Welle bin ich zum Patrioten meines Landes geworden. Ich danke euch."

Anonym

"Ja, Moskau hat keine eindeutige Antwort auf die Frage, wie man dieses Problem, das auf einem Teil Russlands entstanden ist, löst. Genauso wie es keine Lösungen gibt für Nordirland in London, in Spanien für die Basken, in Tel-Aviv für die palästinensischen Gebiete, in China für Taiwan und Tibet, in Delhi für Jamma und Kaschmir, in der Türkei für die kurdischen Gebiete und in Amerika für die islamische Fundamentalisten. Vielleicht reicht es, die Terroristen in "gute" und "böse" aufzuteilen? Ein Terrorist ist immer böse, unabhängig davon, welcher Zielen er für sich reklamiert. Die Stellungnahme "Er ist ein Bastard, aber UNSER Bastard." wird in Zukunft zu nichts führen. Rein taktisch war eine solche Position in den Zeiten des Kalten Krieges gerechtfertigt. Aber diese Zeiten sind vorbei. Jetzt haben wir die einzigartige Möglichkeit, dass die einzig verbliebene Supermacht USA und ein Vereinigtes Europa - mit einem vereinigten Deutschland als Lokomotive - mit enger Unterstützung Russlands gemeinsam gegen des Terrorismus auftreten."

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Die Deutsche Welle ist nicht verantwortlich für die in den Leserbriefen erhaltene Informationen und behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen.