1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kultur

H5N1 bislang in 14 Ländern nachgewiesen

Das aggressive asiatische Vogelgrippevirus H5N1 ist 1997 erstmals in Hongkong aufgetreten. Seit dem erneuten Ausbruch in Südostasien im Jahr 2003 verbreitet sich die Seuche in Asien und Europa.

default

So sieht es aus, das gefürchtete Virus


Mehrere Millionen Vögel wurden seit dem Wiederausbruch der Vogelgrippe vorsorglich getötet oder sind an der Infektion gestorben. Bei Menschen wurden nach Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang in vier südostasiatischen Ländern etwa 120 Infektionen labordiagnostisch nachgewiesen. 62 dieser Patienten sind gestorben.

CHINA: Am 27. Januar 2004 wird das Virus erstmals nachgewiesen. Betroffen sind Hühner, Enten, Gänse und Tauben. In der Autonomen Region Guangxi werden 14 000 Tiere getötet. Seither wurden in zahlreichen weiteren Orten Chinas weitere Ausbrüche registriert. Zuletzt wird an diesem Dienstag (25. Oktober) ein neuer Ausbruch von H5-Vogelviren in Tianshan bekannt. Ob es sich um den gefährlichen Subtyp H5N1 handelt, steht zunächst nicht fest.

GROSSBRITANNIEN: Am 23. Oktober 2005 wird das gefährliche Virus H5N1 bei einem aus Südamerika importierten Papagei nachgewiesen. Da sich der Fall in einer Quarantänestation ereignete, gilt die Insel nach EU-Regeln weiterhin als vogelgrippefrei.

HONGKONG: In der inzwischen zu China gehörenden Stadt tritt der asiatische Virus-Subtyp H5N1 1997 das erste Mal auf. Nach mehrjähriger Pause wird er bei einem toten Wanderfalken am 21. Januar 2004 wieder nachgewiesen. Der bisher letzte bestätigte Fall ist ein am 10. Januar 2005 ebenfalls tot entdeckter chinesischer Fischreiher.

INDONESIEN: Der erste H5N1-Ausbruch wird am 15. Dezember 2003 bestätigt. Anschließend tritt das Virus in 127 Gebieten auf. Mit Impfungen und der Vernichtung von Lebensmitteln und Geflügel wird diese Welle eingedämmt. Seitdem die Geflügelpest im Sommer 2005 erneut ausgebrochen ist, sind auch vier Menschen an einer H5N1- Infektion gestorben. Außer bei Hühnern und anderen Vögeln wird das Virus auch bei Schweinen gefunden.

JAPAN: Am 12. Januar 2004 tritt auch in Japan bei einer Legehenne ein H5N1-Fall auf. Knapp 6000 Tiere sterben, weitere 8300 werden getötet. Die letzten bekannten Fälle liegen eineinhalb Jahre zurück.

KAMBODSCHA: Auch hier wird die H5N1-Erkrankung am 12. Januar 2004 bei Legehennen entdeckt. 3300 Tiere sterben. Weitere Fälle folgen bis März 2004. Vier Menschen sterben an dem Virus.

KASACHSTAN: Am 22. Juli 2005 erreicht das Vogelgrippevirus H5N1 Kasachstan. 2350 Gänse und 450 Enten sterben oder werden getötet. Der bisher letzte bekannte Ausbruch ist bei Wildvögeln am 29. Juli gemeldet worden.

MALAYSIA: Am 17. August 2004 wird ein H5N1-Ausbruch in einem kleinen Dorf an der Grenze zu Thailand bei 60 freilaufenden Hühnern festgestellt. Der bisher letzte Fall stammt vom 19. November 2004.

MONGOLEI: Am 2. August 2005 müssen nach dem ersten Bekanntwerden eines H5N1-Ausbruchs knapp 90 Vögel getötet werden. Seit Mitte August sind keine neuen Fälle registriert worden.

RUMÄNIEN: Am 4. Oktober 2005 werden in Rumänien die ersten H5N1- Infektionen bei Tieren in Europa bekannt. 58 Legehennen und 42 Enten werden getötet. Weitere Fälle werden am 10. und 16. Oktober bestätigt. Zugvögel sollen das Virus eingeschleppt haben.

RUSSLAND: Am 23. Juli 2005 werden die ersten Erkrankungen im asiatischen Teil Russlands bekannt. In neun Dörfern in der Region Nowosibirsk werden befallene Hühner, Enten, Truthähne und Gänse entdeckt. Nach den ersten Fällen im europäischen Teil Russlands südlich von Moskau erlässt Deutschland am 19. Oktober 2005 eine bundesweite Stallpflicht für Geflügel, da aus der betroffenen russischen Region Zugvogelrouten auch nach Mitteleuropa führen.

SÜDKOREA: Am 10. Dezember 2003 bricht die aggressive Vogelgrippeform H5N1 in Südkorea aus. 24 000 Zuchthähnchen werden getötet oder sterben. Bis zum 20. März 2004 wird das Virus auf insgesamt 19 Höfen gefunden. Am 21. September 2004 hat die Regierung das Land für vogelgrippefrei erklärt.

THAILAND: Am 19. Januar 2004 wird das Virus H5N1 in Thailand entdeckt. In einer Sofortmaßnahme werden mehr als 66 000 Vögel getötet. In der Folge werden mehrere Millionen Tiere getötet oder sterben. Seither verbreitet sich die Tierkrankheit im Land und konnte bisher nicht gestoppt werden. Bislang sind 12 Menschen daran gestorben.

TÜRKEI: Am 1. Oktober erreicht das H5N1-Virus den asiatischen Teil der Türkei. 1700 Truthähne sterben, weitere 100 werden getötet.

VIETNAM: Vietnam hat mit 41 Toten die meisten Vogelgrippe-Opfer unter Menschen zu beklagen. Der erste H5N1-Ausbruch bei Hühnern wird auf den 27. Dezember 2003 datiert. Die jüngsten Fälle stammen aus dem September. (dpa)

Die Redaktion empfiehlt