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Leichtathletik

Hürden-Olympiasiegerin Rollins gesperrt

Hürdensprinterin Brianna Rollins darf wegen mehrerer verpasster Dopingtests ein Jahr nicht starten. Das zuständige Sportgericht spricht von einem "schwierigen Fall".

Brianna Rollins (2,v,l.) nach ihrem Gold-Coup in Rio. Foto: Getty Images

Brianna Rollins (2.v,l.) nach ihrem Gold-Coup in Rio

Wegen dreier verpasster Doping-Tests ist Hürden-Olympiasiegerin Brianna Rollins aus den USA rückwirkend für ein Jahr gesperrt worden. Das teilte die US-Anti-Doping-Agentur (USADA) mit. Ihre Goldmedaille von den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro darf die 25-Jährige jedoch behalten, weil sie den dritten Test erst am 27. September verpasst hatte und damit nach Olympia. Rollins hatte in Rio über 100 Meter Hürden vor ihren US-Teamgefährtinnen Nia Ali und Kristi Castlin gewonnen, Europameisterin Cindy Roleder aus Deutschland war im Finale Fünfte geworden.

Durch die Sperre wird Rollins die Leichtathletik-Weltmeisterschaften vom 5. bis 13. August in London verpassen. "Ich übernehme die volle Verantwortung für meine Fehler", ließ Rollins wissen. Sie sei enttäuscht, die anstehende Freiluftsaison zu verpassen. "Ich werde meine Sperre akzeptieren und mich darauf vorbereiten, 2018 wieder zurückzukehren."

Nur die Mindestsperre

Das zuständige Sportgericht erklärte, der Fall sei schwierig gewesen, da es keine Anzeichen gebe, dass Rollins absichtlich die Test umgangen habe oder gedopt gewesen sei. Die Hürdensprinterin sei 2016 insgesamt 16-mal kontrolliert worden, acht Tests seien Trainingskontrollen gewesen. Rollins habe nur "geringfügige Schuld", deshalb sei sie nur mit der Mindestsperre von einem Jahr bestraft worden. Rollins sagte, sie habe Schwierigkeiten mit dem Meldeprogramm gehabt. Test zwei hatte sie verpasst, weil sie an einem so genannten "Brianna-Rollins-Tag" zu ihren Ehren in ihrer Heimatstadt teilnahm. Im dritten Fall war sie unterwegs, weil sie vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama im Weißen Haus ausgezeichnet wurde.

sn/asz (sid, dpa)