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Wissen & Umwelt

Hüpfend flüchten: Richtiges Verhalten bei Gewitter

Blitz am Himmel (Foto: Andre Karwath)

Ein Haus mit Blitzableiter ist immer noch der beste Ort, um vor einem Gewitter Schutz zu suchen. Sicherheitshalber sollte man aber alle Elektrogeräten vom Strom nehmen und das Duschen auf später verschieben. Ungemütlicher wird es, wenn man bei Gewitter draußen ist. Eine gute Schutzmöglichkeit bietet das Auto, das hoffentlich in der Nähe geparkte ist. Die metallene Karosserie bildet einen so genanten Faradayschen Käfig und leitet den Blitz ab. Solange man den Rahmen nicht berührt, kann nichts passieren.

Gefährliche Schrittspannung

Was aber, wenn man mitten in der Wildnis vom Gewittersturm überrascht wird? Sobald zwischen Blitz und Donner weniger als zehn Sekunden liegen, wird es brenzlig. Das Gewitter ist nun in unmittelbarer Nähe. Wegrennen ist jetzt keine gute Idee mehr. Denn wenn ein Blitz in der Nähe einschlägt, breitet sich seine Spannung ringförmig im Boden aus. Zwischen auseinander stehenden Füßen kommt es zu einem Spannungsunterschied, der gefährlichen Schrittspannung. Strom fließt aus dem Boden in den Körper. Falls man wirklich schnell weg möchte, raten Experten deshalb, mit Schlusssprüngen aus der Gefahrenzone zu hüpfen.

Besser ist allerdings, alle Metallgegenstände weit von sich zu werfen und sich in der nächsten Senke mit geschlossenen Füßen und eingezogenem Kopf auf dem Boden zu kauern. Wälder, Strommasten, Metallzäune und vor allem auch einzeln stehende Bäume sollten unbedingt gemieden werden, hier ist die Einschlaggefahr am höchsten. Auch die Nähe zu anderen Gruppenmitgliedern sollte man vermeiden. Bei Gewitter ist sich jeder selbst der Nächste, die eigene Kuhle wird nicht geteilt!

Tröstlich ist, dass die Wahrscheinlichkeit vom Blitz getroffen zu werden geringer ist, als ein Sechser im Lotto. Es sei denn, man fordert das Schicksal heraus, wie es ein Mann in den USA getan hat. Er kam ums Leben, als er im Gewitter einen Drachen steigen ließ. Dummerweise hatte er die Drachenschnur aber mit einem Kupferdraht verlängert.

Autorin: Sophia Wagner
Redaktion: Andreas Ziemons