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Fit & gesund

Hüftarthrose - nicht nur alte Menschen sind betroffen

Wenn in einem Gelenk der Knorpel verschleißt, spricht der Arzt von Arthrose. Die tritt in der Hüfte besonders häufig auf. Deswegen gehören Operationen, bei denen ein künstliches Gelenk eingesetzt wird, zu den häufigsten Eingriffen in Deutschland.

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Schmerzen in der Leiste, an der Lendenwirbelsäule oder im Knie können erste Anzeichen für einen beginnenden Verschleiß des Hüftknorpels. In der Regel treten die Hüftschmerzen erst nach dem 50. Lebensjahr auf, wenn sich der Knorpel im Laufe der Jahre abgenutzt hat. Aber auch schon junge Leute können an Arthrose erkranken. Es ist ein schleichender Prozess. Ausgangspunkt ist, wie bei jeder anderen Arthrose auch, ein Defekt im Knorpelüberzug des Gelenks, der sogenannte "Knorpelschaden". Der Knorpel wird immer dünner, reißt hier und dort ein und raut auf. Es kann sogar so weit kommen, dass die Knorpelschicht vollkommen abgerieben wird. Die darunter liegenden Knochen liegen nun praktisch frei und ohne Schutz auf den Knochen der Gegenseite. Dies führt zu Veränderungen der Gelenkstruktur und zu unterschiedlich starken Schmerzen. Ursachen sind Fehlbelastungen, Übergewicht, Verletzungen, Entzündungen, angeborene Fehlstellungen der Hüfte. Außerdem gibt es eine genetische Komponente. Da eine Hüftarthrose ebenso wie andere Formen des Gelenkverschleißes nicht heilbar ist, zielt die Behandlung darauf ab, den Abbauprozess des Knorpels zu verlangsamen und bestenfalls zu stoppen. Physiotherapie oder Wärme- bzw. Kälteanwendungen, Einlagen und Gehhilfen können die Schmerzen lindern. Letzte Möglichkeit bei nicht unerträglichen Schmerzen ist jedoch das künstliche Hüftgelenk.