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Kultur

Höhenbergsteiger Dujmovits: Ein Achttausender fehlt noch

Ralf Dujmovits ist auf dem besten Wege, der erste Deutsche zu werden, der alle 14 Achttausender bestiegen hat. Jetzt stand er auf dem Gipfel des Makalu, des fünfthöchsten Bergs der Erde. Es war sein 13. Achttausender.

Blick aus dem Flugzeug auf den Makalu, den fünfthöchsten Berg der Erde. Er liegt in Nepal. Foto: Nawang Sherpa

Der Makalu, 8485 Meter hoch - ein weiterer abgehakter Achttausender auf der Liste von Ralf Dujmovits

"Try again" - so hat Dujmovits seine Expedition 2008 getauft. Das Ziel: die Besteigung der beiden noch auf seiner Liste fehlenden Achttausender Makalu und Lhotse, beide in Nepal gelegen. Am Makalu hatte sich Dujmovits vor 20 Jahren erfolglos versucht, am Lhotse musste er 2006 nur 100 Meter unterhalb des Gipfels umkehren.

Teil 1 des Vorhabens ist nun geglückt. Der 46-Jährige erreichte den 8485 Meter hohen Gipfel des Makalu. Dabei hatte das Unternehmen nicht gerade glücklich begonnen. Ein Hubschrauber, der das Material des deutschen Bergsteigers bringen sollte, verunglückte bei einem Landeversuch. Tagelang musste Dujmovits auf seine Spezialausrüstung wie extrem leichte Schlafsäcke und Daunenkleidung warten. Folge: Er zog sich eine Erkältung zu.

Schnapsverkauf im Basislager

Portrait Ralf Dujmovits. Foto: Ralf Dujmovits

Ralf Dujmovits bestieg schon 13 von 14 Achttausendern

Im Basislager tummelten sich derweil Mitglieder zahlreicher Expeditionen, die wegen der Sperrung des Mount Everest in Folge des olympischen Fackellaufs auf den nahe gelegenen Makalu ausgewichen waren: Bergsteiger, "die zum ersten Mal Steigeisen an den Füssen haben, Schnaps verkaufende einheimische Händler im Basislager und vieles mehr, was ich nicht aufzählen möchte", wie Dujmovits in seinem Internet-Tagebuch schreibt.

Deutschlands erfolgreichster Höhenbergsteiger war froh, als er nach Eintreffen seines Materials endlich dem Basislager den Rücken kehren und aufsteigen konnte. Am 11. Mai um 12.15 Uhr erreichte Ralf Dujmovits bei perfektem Wetter den Gipfel des Makalu. Anschließend half er noch einem höhenkranken ecuadorianischen Bergsteiger beim Abstieg.

Mit der Ehefrau auf den Lhotse

Gebetsfahne vor Bergpanorama. Links Mount Everest, davor in der Mitte der Lhotse (AP Photo/Gurinder Osan)

Nächstes Ziel: der Lhotse (Mitte, links dahinter der Mount Everest)

Jetzt will Dujmovits gemeinsam mit seiner Frau Gerlinde Kaltenbrunner und dem Kameramann David Göttler versuchen, den 8516 Meter hohen Lhotse zu besteigen. Gerlinde Kaltenbrunner hat, begleitet von Göttler, gerade den Dhaulagiri bestiegen, ihren elften Achttausender. Damit hat die Österreicherin weiter beste Chancen, die erste Frau auf allen 14 Achttausendern zu werden. Die Italienerin Nives Meroi und die Spanierin Edurne Pasaban folgen mit je zehn bestiegenen Achttausendern.

Sollte das Team am Lhotse erfolgreich sein, wäre Dujmovits der erste Deutsche in der Liste der gut ein Dutzend Bergsteiger, die auf den 14 höchsten Bergen der Welt gestanden haben.

12 seiner 13 Achttausender bestieg Dujmovits ohne Atemmaske, nur 1992 am Mount Everest benutzte er ein Sauerstoffgerät. Diesen "Makel" aus seiner Sicht will er auf jeden Fall noch mit einer weiteren Everest-Besteigung beseitigen. Für Ralf Dujmovits wäre also ein Erfolg am Lhotse nur eine Zwischenstation: "Wir werden mit dem Knallen der Champagner-Korken noch etwas warten müssen. Eine Flasche Sekt würden wir trotzdem aufmachen."

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