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Terrorismus

Höchste Terrorwarnstufe in Großbritannien

Nach dem Selbstmordanschlag von Manchester hat die britische Regierung die Warnstufe von "ernst" auf "kritisch" angehoben. Außerdem soll das Militär die Polizei unterstützen, wie Premierministerin May mitteilte.

Die Bedrohungslage werde auf Basis der Ermittlungen nun als kritisch eingestuft, sagte Premierministerin Theresa May am Dienstagabend in einer Fernsehansprache. Dies bedeute, dass ein weiterer Anschlag unmittelbar bevorstehen könne. Man dürfte nicht ignorieren, dass womöglich eine größere Gruppe von Einzelpersonen in den Anschlag vom Montagabend verwickelt sei. 

May teilte zudem mit, das Militär werde die bewaffnete Polizei bei Wachaufgaben entlasten und so mehr Polizeistreifen ermöglichen. Auch bei Großereignissen wie Konzerten oder Sportveranstaltungen könnten Soldaten die Polizei unterstützen. Sie betonte, die militärischen Kräfte stünden dabei unter dem Kommando der Polizei. May sagte, sie wolle die Bevölkerung nicht unnötig beunruhigen. Die Vorkehrungen seien aber angemessen und vernünftig.

Bei dem Anschlag in Manchester unmittelbar nach dem Ende des Popkonzerts der US-Sängerin Ariana Grande waren mindestens 22 Menschen getötet und fast 60 weitere verletzt worden, darunter etliche Kinder und Jugendliche. Immer noch werden Menschen vermisst. Ermittler identifizierten den 22-jährigen Salman Abedi als mutmaßlichen Selbstmordattentäter. Die Polizei nahm einen Mann fest. nannte aber keine Einzelheiten.

UK Gedenkveranstaltung in Manchester (Reuters/P. Nicholls)

Immer wieder versammelten sich am Dienstag in Manchester zahlreiche Menschen zu Schweigeminuten im Gedenken an die Opfer - gleichzeitig machten sie deutlich: Wir haben keine Angst

Der sogenannte "Islamische Staat" (IS) reklamierte das schwerste Attentat in Großbritannien seit fast zwölf Jahren für sich. Ungereimtheiten in den Angaben der Extremisten-Miliz ließen bei den Sicherheitsbehörden jedoch Zweifel aufkommen, ob die Terrormiliz tatsächlich hinter dem verheerenden Anschlag steckt. Der Direktor der nationalen US-Geheimdienste, Dan Coats, erklärte, die Echtheit des Bekenntnisses könne zunächst nicht bestätigt werden. 

se/bru (rtr, bbc, dpa, afp) 

 

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