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Vereinte Nationen

Guterres will Missbrauch durch UN-Soldaten stoppen

Der neue UN-Generalsekretär António Guterres sagt dem sexuellen Missbrauch durch Blauhelmsoldaten den Kampf an. Er plane eine "bahnbrechende Strategie" gegen die Vergehen, heißt es.

UN-Sprecher Stephane Dujarric teilte mit, Guterres habe eine neunköpfige Arbeitsgruppe ernannt, die eine "bahnbrechende Strategie" entwickeln soll, um den Kampf der Vereinten Nationen gegen sexuellen Missbrauch zu verstärken. Geplant seien "neue mutige Wege", sagte Dujarric. "Dabei könnte einiges Porzellan zerschlagen werden", fügte er hinzu.

Antonio Guterres (picture alliance/AP Photo/S. Wenig)

Guterres ist seit Anfang des Jahres im Amt

Die Arbeitsgruppe werde ihre Ergebnisse im Bericht des Generalsekretärs zu Sondermaßnahmen zum Schutz vor sexueller Ausbeutung im Februar präsentieren, hieß es. "Er will alles offenlegen", sagte Guterres Sprecher.

"Es geht darum, wie wir reagieren, wie wir Opfer in den Fokus stellen, und es geht um Strafmündigkeit… vor allem für diejenigen, die dieser Verbrechen beschuldigt werden".

Vorwürfe vor allem aus afrikanischen Staaten

Besonders aus der Zentralafrikanischen Republik tauchen seit 2015 immer wieder Missbrauchsvorwürfe gegen UN-Soldaten auf. Unter Verdacht wegen Vergewaltigung oder versuchter Vergewaltigung gerieten neben Soldaten aus afrikanischen Ländern auch französische Militärangehörige. Mehr als hundert Frauen und Mädchen gaben laut UN an, von ausländischen Soldaten sexuell missbraucht worden zu sein. Ähnliche Missbrauchsvorwürfe gibt es unter anderem auch aus der Demokratischen Republik Kongo. Weltweit sind rund 100.000 UN-Blauhelmsoldaten und -Polizisten aktiv.

Der Portugiese Guterres hat das Amt des UN-Generalsekretärs zum Jahreswechsel vom Südkoreaner Ban Ki Moon übernommen.

rk/se (afp, ap)

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