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Vereinte Nationen

Guterres: "Ich kann keine Wunder vollbringen"

In den neuen Job steigen viele Chefs mit vielen Vorsätzen und voller Euphorie ein. Nicht so der neue UN-Generalsekretär Guterres. Er übernimmt das Amt in Zeiten von Kriegen und Flüchtlingskrisen.

António Guterres sei eine "wunderbare Wahl" - so schwärmte noch Ban Ki Moon über seinen Nachfolger. Guterres hingegen hat an seinem ersten offiziellen Arbeitstag weniger euphorisch geklungen. Er warnte vor zu hohen Erwartungen an seine Amtsführung. "Ich kann keine Wunder vollbringen", sagte der ehemalige portugiesische Ministerpräsident im Foyer des UN-Hauptsitzes in New York vor mehreren hundert UN-Mitarbeitern. Oberstes Ziel seiner zunächst fünfjährigen Amtszeit sei, ein offenes Ohr für Sorgen und Ratschläge der UN-Mitarbeiter zu haben.

"Schwächen und Misserfolge anerkennen"

Seine Wahl ins Amt des UN-Generalsekretärs habe "viele Erwartungen" geweckt, sagte er. "Wir müssen in der Lage sein, unsere Schwächen und Misserfolge anzuerkennen." Er forderte seine Mitarbeiter auf, sich kollektiv dafür einzusetzen, die Weltorganisation zu "reformieren" und zu "verbessern". Die UN müssten sich vom "Joch der Bürokratie befreien", fügte Guterres hinzu.

"Die Zeiten sind schwer", sagte Guterres unter Hinweis auf die zahlreichen Konflikte weltweit und das "neue Phänomen des weltweiten Terrorismus". Er würdigte den "Großmut des türkischen Volkes" angesichts des Neujahrs-Anschlages in Istanbul und beklagte mit indirektem Hinweis auf Syrien die Unfähigkeit der UNO, bestimmte Konflikte zu verhindern oder zu überwinden. Er sagte, die UN können ihre Ziele nur erreichen, wenn sie die Werte der UN-Charta hochhielten, die "die Menschheit einen".

pab/uh (afp, dpa)