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Reise

Guter Start in den Tag

Die Preise für ein Frühstück in Deutschland variieren stark. Wer es günstig aber trotzdem lecker mag, findet außerhalb der Städte in den Gewerbegebieten gute Möglichkeiten.

Lecker, billig, trendy

Lecker, billig, trendy

Es ist ein bisschen wie beim Schlussverkauf: Zahlreiche Menschen warten vor dem schwedischen Möbelhaus in Berlin auf Einlass. Um Punkt neun Uhr strömen sie herein - zielsicher geht's Richtung Restaurant. Das Frühstück - zwei Brötchen, je eine Scheibe Lachs, Wurst, Käse sowie Marmelade und Kaffee satt - zum Preis von 1,95 Euro. Für ein paar Cent mehr gibt's das Frühstück à la carte. Für viele so günstig, dass sie morgendliche Stammgäste beim etwas anderen Möbelhändler geworden sind, der offensichtlich auch in dieser Hinsicht Kultstatus erlangt hat.

Voll im Trend …

Dabei steht Ikea nicht allein: Auch viele andere große "Wohn-Paradiese", aber auch zahlreiche kleine Anbieter locken mit hauseigenen Restaurants. Dort zu frühstücken, liegt anscheinend voll im Trend - und das nicht nur bei Senioren. Zumindest an Wochenenden treffen sich in zunehmendem Maße auch Jugendliche zum trendigen "Breakfast at Billy's".

In der deutschen Ikea-Zentrale in Wallau bei Frankfurt/Main freut man sich über die neuen Essgewohnheiten, die auch ein gewisses Event-Fieber widerspiegeln. Manche planen im Restaurant ihre neue Küche, andere kommen zum Leute-Gucken oder auch nur zum Plausch, berichtet ein Sprecher. Etwa vier Millionen Frühstücke verkauft Ikea jährlich - die Tendenz ist wohl steigend.

… einkaufen mit "Mehrwert"

Der Trend hat sich bundesweit durchgesetzt, besonders in den Metropolen. Dass das Möbelhaus als Autobahnraststätte oder Kindergarten missbraucht werden könnte, muss der schwedische Konzern kaum fürchten. Schließlich kauft die Mehrzahl mindestens den fast schon obligatorischen Beutel Teelichte - und meist noch deutlich mehr.

Auch viele der anderen Waren- und Möbelhäuser locken mit speziellen Gastro-Angeboten. Mal gibt's als Zugabe kostenlose Tageszeitungen, mal ein gratis Capuccino. "Das ist sicherlich Teil der Marketingstrategie", sagt Hubertus Pellengahr, Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels, über die Angebote. Früher sei es eher um das reine Einkaufen gegangen, in den vergangen Jahren habe man den Wert der Restaurants entdeckt. (wga/pg)