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Wirtschaft

Gute Zusammenarbeit

Gerade erst hat Bundeskanzler Schröder in China die weltweit erste Transrapidstrecke eingeweiht. Dabei lernten sich die Chefs der Flughafengesellschaften Fraport AG und Shanghai Airport Group besser kennen.

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Aufbruch zu neuen Märkten

Der Flughafen Pudong ist spätestens seit der Jungfernfahrt von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Chinas Premierminister Zhu Rongji auf der Transrapidstrecke in Schanghai auch ein Begriff für viele Deutsche geworden. Denn die erste kommerzielle Magnetbahn verbindet das Stadtzentrum Schanghai mit dem erst 1999 in Betrieb genommenen internationalen Flughafen Pudong.

Pudong und der alte Flughafen Hongqiao werden beide von der Shanghai Airport Group betrieben. Es handelt sich dabei um ein Unternehmen, das mit der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens – der Fraport AG - verglichen werden kann. Beide schmiedeten am Rande von Schröders China-Besuch eine strategische Partnerschaft und unterzeichneten ein entsprechendes Abkommen.

Von der Erfahrung profitieren

Fraport geht an die Börse

Der Flughafen Frankfurt am Main

Für Schanghai ist es die erste Flughafen-Kooperation mit dem Ausland. Was macht Frankfurt so attraktiv für Schanghai? Fraport-Chef Wilhelm Bender glaubt, die Gründe zu kennen: "Wir sind ein Flughafen, der sehr viele Leistungen, die nachgefragt werden, selbst erbringt. Wir sind z. B. diejenigen, die die Maschinen be- und entladen, reinigen, die Sicherheitsleistungen erbringen und viele andere Dinge auch. Das ist auch das, wovon der Flughafen Pudong in Schanghai profitieren will." Bedeutend für die Zusammenarbeit ist auch die "Drehkreuzfunktion" des Frankfurter Flughafens.

Über 50 Prozent der Kunden auf dem Frankfurter Flughafen sind Umsteiger, die von einem Flughafen zum anderen wechseln. Dies setzt kompetente logistische Arbeit voraus. Die Frankfurter Erfahrungen will sich Pudong zunutze machen. Schließlich hat man sich in Schanghai das ehrgeizige Ziel gesetzt, zur Drehscheibe des südostasiatischen Flugverkehrs zu werden. Auch von den Erfahrungen des Börsengangs der Fraport will die Shanghai Airport Group lernen, denn sie plant mittelfristig den Sprung aufs Börsenparkett.

Schanghai ist genau der richtige Ort

Schanghai Schild wird geputzt

Die Frankfurter bringen also ihr Know-how in die Partnerschaft mit. Im Gegenzug hofft die Fraport AG, auf einem bedeutenden ausländischen Markt Fuß fassen zu können: "Der chinesische Markt ist natürlich einer der interessantesten in der Welt, weil er unglaubliche Wachstumsraten hat. Deswegen sind wir daran interessiert, hier eine Basis zu finden, und denken, Schanghai ist genau der richtige Ort dafür", erläutert Bender die Interessen der Frankfurter. Er fügt hinzu: "Wir beobachten natürlich sehr genau die verschiedenen Märkte in der Welt, weil wir nicht nur in Frankfurt tätig sind, sondern Engagements an vielen Plätzen in der Welt haben."

Erste konkrete Projekte in Pudong, einer Wirtschaftssonderzone Schanghais, sollen schon im Frühjahr starten. Die Region ist in China bereits zum Synonym für aufstrebende Wirtschaftskraft geworden. Und ihr Flughafen ist ebenso ehrgeizig: bis 2020 will er zum größten Flughafen Chinas mit 60 Millionen Passagieren jährlich wachsen. Zum Vergleich: in Frankfurt, Deutschlands größtem Flughafen, werden 49 Millionen Passagiere im Jahr befördert. Da wird Fraport-Chef Bender schon ein wenig neidisch: "Es ist eine unglaublich dynamische Stadt. Was mir besonders gefallen hat: Die Menschen sind dort im Aufbruch. Wenn man das gerade mal mit der aktuellen Stimmung in Deutschland vergleicht, dann habe ich schon dort gesagt, wir sollten ein bisschen Aufbruchstimmung mit nach Deutschland nehmen."

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