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Wirtschaft

Gute Stimmung für den Euro in Griechenland

Die Griechen erhoffen sich von der Einführung des Euro positive Auswirkungen auf die griechische Wirtschaft

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Euro-Nachzügler aber dennoch beim Bargeldstart dabei: Griechenland.

Aus Deutschland, Österreich und Holland kommt der Euro nach Griechenland geflogen. Der Grund: So viele Scheine und Münzen wie benötigt werden, können hier nicht gedruckt und geprägt werden. Die Griechen sind auf Hilfe von außen angewiesen.

14 Milliarden Euro in Scheinen und Münzen werden von der Zentrale der Bank von Griechenland und vom Flughafen Athen aus an 27 Filialen der Bank von Griechenland verteilt. Bis Ende September soll dieser größte Geldtransport in der Geschichte des Landes abgeschlossen sein. Aus Sicherheitsgründen werden die privaten Geldtransport-Unternehmen erst unmittelbar vor den einzelnen Fahrten informiert.

Die Zustimmung der Griechen zum Euro ist laut einer Untersuchung der Europäischen Union gewaltig. 80 Prozent sind für die Einführung der neuen Währung. Sie glauben, dass es ihnen mit dem Euro besser oder sogar bedeutend besser gehen werde. Eine Zahl, die von der Wirtschaft eindrucksvoll gesteigert wird. 99 Prozent der griechischen Unternehmer sind der Ansicht, dass die Einführung des Euro positive Auswirkungen auf die griechische Wirtschaft haben wird.

Diese Zahl verbreitete kürzlich das Wirtschaftsministerium in Athen. Von dort hieß es auch, drei Viertel aller griechischen Unternehmen seien schon bereit, den Euro einführen. Staatliche und andere öffentliche Unternehmen stellen Rechnungen längst in der Landeswährung Drachme und in Euro aus. In den Geschäften müssen die Kassen bis zum 1. Juli auf den Euro eingestellt werden. Allerdings beklagen viele Unternehmer eine mangelnde Informationspolitik des Staates. Ein Drittel fühlt sich mangelhaft informiert.

Die Normalbürger hingegen werden schon seit Monaten in Extra-Beilagen der Zeitungen über den Euro aufgeklärt. Eine Schwierigkeit der Umstellung ist ihnen allerdings nicht zu nehmen. Ein Euro kostet 340 Drachmen. Da muss man im Rechnen schon ganz schön fix sein. Trotz dieser anstehenden Hirnstrapazen sind die meisten Griechen froh. "Wir werden endlich eine harte Währung haben", liest man immer wieder in griechischen Zeitungen, ganz gleich, wie schwach der Euro gerade gegenüber dem Dollar steht.

Außerdem wird der Euro die Geldbörsen der Griechen regelrecht entrümpeln. Wer derzeit den Gegenwert von 500 Euro bei sich tragen möchte, muss mindestens 15 Scheine à 10.000 Drachmen im Geldbeutel unterbringen. Damit ist bald Schluss. Dann reicht ein einziger 500 Euro-Schein.

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