Gute Aussichten fürs Goethe-Institut | Deutschlehrer-Info | DW | 04.12.2014
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Deutschlehrer-Info

Gute Aussichten fürs Goethe-Institut

Das Interesse an der deutschen Sprache ist groß – zumindest, wenn man die Zahlen des Goethe-Instituts zugrundelegt. Für das kommende Jahr erhält das Institut mehr Geld und möchte die Arbeit mit Flüchtlingen verstärken.

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit Institutionen wie dem Pädagogischen Austauschdienst oder der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen zählt es zu den großen Mittlerorganisationen der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. In 94 Ländern unterhält es insgesamt 160 Einrichtungen. Ein Schwerpunkt des Instituts: Deutschkurse vor Ort. Und die sind nach wie vor sehr beliebt. Allein in den Auslandsniederlassungen haben im vergangenen Jahr etwa 220.500 Menschen an einem Sprachkurs teilgenommen – sechs Prozent mehr als im Jahr zuvor. In Deutschland waren es knapp 45.800. Den größten Zuwachs gab es in Indien, hier stieg die Zahl der Deutschlerner um 14 Prozent.

Bei der Jahrespressekonferenz am 02.12. in Berlin kündigte der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, besondere Programme für Flüchtlinge aus Krisen- und Konfliktgebieten an. Im syrischen Bürgerkrieg drohe eine ganze Generation ohne Chancen auf Bildung und Entwicklung heranzuwachsen, so Lehmann. Hierauf wolle das Goethe-Institut in Zukunft mit Bildungs- und Kulturangeboten in den Nachbarländern Syriens und in der Türkei reagieren.

Bereits seit Ende vergangenen Jahres gibt es etwa im Flüchtlingslager Saatari in Jordanien Vorleseprojekte für Kinder, wie Johannes Ebert, der Generalsekretär des Instituts, erklärte. Und in der Türkei könnten Flüchtlinge, die auf eine Einreisegenehmigung nach Deutschland warten, Deutsch lernen. Außerdem würden dort traumatisierte Kinder betreut, die ihre Erlebnisse über Zeichnen, Malen und Gestalten verarbeiten können. Diese Arbeit solle im nächsten Jahr verstärkt werden.

Für 2015 ist unter anderem auch der Aufbau eines Verbindungsbüros in Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo geplant sowie der Ausbau des Goethe-Zentrums in Windhuk, Namibia zu einem Goethe-Institut. Ermöglicht wird dies durch erhöhte Zuschüsse des Auswärtigen Amtes. Im Jahr 2015 sollen diese um rund 17 Millionen auf 215,6 Millionen Euro aufgestockt werden. Etwa ein Drittel seines Haushaltes erwirtschaftet das Goethe-Institut durch Sprachkurse, Prüfungen und Sponsoren. Der vorläufige Gesamtetat für 2014 beträgt 362 Millionen.

ip/bs (epd, dpa)

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