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Fußball

Gute Ausgangsposition für deutsche Vereine

Der Hamburger SV hat sein Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League gegen Anderlecht mit 3:1 gewonnen, der VfL Wolfsburg erreichte bei Rubin Kasan ein 1:1-Unentschieden und auch Bremen erkämpfte ein 1:1 in Valencia.

Der Hamburger Joris Mathijsen (Mitte) erzielt seinen Treffer (Foto: AP)

Hamburger Glücksgefühle

Der erste Hamburger Jubel erklang schon bei der Mannschaftsaufstellung: Sechs Wochen nach seinem Wechsel zum Hamburger SV stand der niederländische Stürmerstar und neue Publikumsliebling Ruud van Nistelrooy erstmals in der Startelf der Hanseaten. "Alarmstufe Ruud" hatten die Fans auf ein Transparent gepinselt und bei jedem Ballkontakt tönte das langgezogene "Ruuuud" durch das Stadion. Zusammen mit Mladen Petric sollte der Niederländer im Sturm für Furore sorgen. Doch das erste Tor machte ein Innenverteidiger: Joris Mathijsen nutzte einen Patzer der belgischen Abwehr und erzielte in der 23. Minute die 1:0-Führung – ein Jubiläumstor, denn es war der 400. Hamburger Treffer im Europapokal.

Ruud van Nistelrooy jubelt (Foto: AP)

Alarmstufe Ruud - van Nistelrooy nach seinem ersten Europapokal-Tor für den HSV

In der 40. Minute bedankte sich van Nistelrooy dann für das Vertrauen von HSV-Trainer Bruno Labbadia und erzielte sein erstes Europa-League-Tor für den HSV: Aus spitzem Winkel am verdutzten Torwart der Belgier vorbei. Die Führung ging zu diesem Zeitpunkt absolut in Ordnung, vom belgischen Rekordmeister war bis dahin nicht viel zu sehen gewesen, aber dann kam der Freistoß in der Nachspielzeit von Jonathan Legear, direkt, wunderschön geschossen und unhaltbar für Torwart Rost zum 1:2. Hamburg ließ sich nicht beirren, spielte weiter nach vorn und wurde eine Viertelstunde vor Schluss mit dem Treffer von Kapitän David Jarolim zum 3:1 belohnt, sehr zur Freude von HSV-Trainer Bruno Labbadia: "Wir hätten sogar noch das vierte Tor machen müssen", fand er und lobte den 90-Minuten-Auftritt von van Nistelrooy. "Um Ruuds Qualitäten im Strafraum wissen wir. Wir müssen jetzt gucken wie bei ihm der Kräfteverschleiß ist."

Nach zwei Monaten gab es auch endlich ein Wiedersehen mit HSV-Stürmer Paolo Guerrero, der seine Flugangst überwunden hat und nach vier gescheiterten Versuchen aus seinem Heimatland Peru wieder zurückgekehrt ist. Dorthin war er zu Reha-Maßnahmen geflogen, nachdem er sich wie so viele HSV-Spieler zu Beginn der Saison einen Kreuzbandriss zugezogen hatte.

Wolfsburg mit ordentlichem Einstand

Kasans Aleksandr Bukharov, links, im Zweikampf mit dem Wolfsburger Zvjezdan Misimovic (Foto: AP)

Misimovic (r.) - der Wolfsburger Matchwinner

Die Premiere bei einem Europa-League-Achtelfinale hatte sich der VfL Wolfsburg sicher anders vorgestellt. Nur 9000 Zuschauer kamen ins Stadion, eine magere Kulisse für ein Achtelfinale im Europapokal. Der Deutsche Meister tat sich zunächst schwer. Auf fast unbespielbarem Boden und bei minus zehn Grad gerieten die Wolfsburger in der ersten Halbzeit zunächst in Rückstand. Rubin Kasan, auch ein Neuling und sehr unerfahren im Europacup, kam besser mit den Bedingungen zurecht. In der zweiten Hälfte dominierte aber der stark ersatzgeschwächte VfL das Spiel, erarbeitete sich vor allem durch Zvjezdan Misimovic Möglichkeiten. Er war es dann auch, der in der 67. Minute den überfälligen Ausgleichstreffer zum 1:1 (1:0)-Endstand erzielte. "Meine Mannschaft hat sich hervorragend aus der Affäre gezogen und ein gute Leistung abgeliefert", lobte VfL-Trainer Lorenz-Günther Köstner. "Wir dürfen jetzt aber auf keinen Fall nachlässig in das Rückspiel gehen."

Werder erkämpft Unentschieden

Werder Bremens Kapitän Torsten Frings beim Elfmeter (Foto: EPA)

Sicher verwandelt: Werder-Kapitän Frings

Die schwerste Aufgabe hatten die Bremer zu bewältigen: Sie mussten zum sechsmaligen spanischen Meister Valencia. Und die Partie hielt, was sie vom Papier her versprach: Ein offenes, schnelles Spiel mit einem glücklichen Elfmeter für Werder, den Torsten Frings sicher verwandelte, dann der Ausgleich für die Spanier in der zweiten Halbzeit und ein Platzverweis gegen Valencia nach einer Tätlichkeit. "Wenn man vorher gesagt hätte, wir spielen hier Unentschieden, dann wären wir sicher zufrieden gewesen," urteilte Geschäftsführer Klaus Allofs, "aber so wie es gelaufen ist, hätten wir eigentlich gewinnen müssen". Ähnlich turbulent war schon das Aufeinandertreffen in der Champions League vor sechs Jahren verlaufen, damals hatte sich Bremen allerdings mit zwei Siegen durchgesetzt. Doch auch in Unterzahl drückte Valencia auf das Siegtor und kam einige Male gefährlich vor das Tor vom starken Bremer Schlussmann Tim Wiese. Am Ende erkämpfte Werder ein ganz wichtiges Unentschieden, schon bei einem 0:0 zu Hause in Bremen wären die Hanseaten eine Runde weiter.

Liverpool muss zittern

Eine kleine Überraschung gab es in der Partie OSC Lille gegen den FC Liverpool: Lille gewann sein Heimspiel mit 1:0 (0:0). Atletico Madrid und Sporting Lissabon trennten sich 0:0, Juventus Turin setzte sich klar mit 3:1 (3:1) gegen den FC Fulham durch und Benfica Lissabon spielte gegen Olympique Marseille 1:1 (0:0)-Unentschieden.

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Joachim Falkenhagen

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