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Musik

Gustav Mahler-Noten zum Rekordpreis versteigert

Handgeschrieben und mit Kommentaren versehen - Mahlers Niederschrift seiner zweiten Symphonie ist jetzt in London versteigert worden. Mit einem Preis von 5,3 Millionen Euro sind das die teuersten Noten aller Zeiten.

Sie gilt als eine der größten Symphonien der Musikgeschichte. Mehrere Jahre arbeitete Gustav Mahler von 1888 bis 1894 an seiner zweiten Symphonie, die seinerzeit jegliche Konventionen sprengte und beim wohlgesittenen Publikum auf wenig Gegenliebe stieß. Zeitungsrezensionen sprachen gar vom "hohlen Nichts" und "brutaler Geschmacklosigkeit", Komponisten-Kollege Johannes Brahms hingegen bezeichnete Mahler als "König der Revolutionäre".

Wie genau Gustav Mahler bei der Entstehung der Symphonie vorgegangen ist, lässt sich gut in dem 232-Seiten langen Originalskript nachlesen - beispielsweise anhand der Vermerke, wo genau die Bläser positioniert sein sollen. Die Blätter sollen nachträglich weder gebunden noch beschnitten worden sein, Mahlers Änderungen und Streichungen sind noch in blauer Original-Farbe zu sehen.

Besessen von der Symphonie: Gilbert Kaplan
 

Gustav Mahler

Gustav Mahlers 2.Symphonie war umstritten

Nach Mahlers Tod 1911 hatte seine Witwe das Manuskript dem Komponisten Willem Mengelberg übergeben, einem Freund und Unterstützer Mahlers. Aus dessen Nachlass wiederum kaufte es 1984 der US-amerikanische Geschäftsmann Gilbert Kaplan, ein Hobby-Dirigent und besessen von der zweiten Symphonie. Anfang 2016 verstarb Kaplan, der das Mammutwerk rund 100 Mal dirigierte.

Nun erreichte die Original-Partitur bei der historischen Versteigerung im Londoner Auktionshaus Sotheby's mit 5,3 Millionen Euro eine neue Bestmarke bei Musik-Autographen. Der bislang höchste Preis für historische Partituren für frühe Werke Mozarts lag bei 2,93 Millionen Euro, das Notenmanuskript von Robert Schumanns zweiter Symphonie erreichte 1,76 Millionen Euro.

nw/suc (dpa/afp)

 

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