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Lebensart

Guide Michelin kürt Spitzenköche

Acht neue Sterne erstrahlen über Deutschland: Der Guide Michelin hat entschieden und mehr Köche als je zuvor ausgezeichnet. 300 Sterne-Restaurants versprechen Gaumenfreuden auf Weltklasseniveau in der gesamten Republik.

Der Guide Michelin ist die Bibel der Feinschmecker. Ein Koch, der einen oder sogar mehrere der begehrten Sterne ergattert, gehört zur Crème de la Crème der Gourmet-Szene. Und die zeichnet sich in Deutschland mittlerweile durch große Dynamik und immer weiter steigende Qualität aus, so Michael Ellis, internationaler Direktor des Restaurantführers. "Deutschland ist im internationalen Vergleich zu einem Top-Standort für hochklassige Küche geworden", betonte er am Dienstagabend (14.11.2017) bei der Sterne Gala in Potsdam-Babelsberg.

300 Sternehäuser gibt es jetzt zwischen Glücksburg an der Kieler Förde und Rottach-Egern am Tegernsee, acht mehr als  2017. Davon 250 Restaurants mit je einen Stern, 39 mit zwei Sternen und elf mit drei Sternen. Frauen sind mit nur neun von 300 ausgezeichneten Küchenchefs allerdings weiterhin deutlich unterrepräsentiert.

Ein neuer Drei-Sterne-Koch 

Aufgenommen in den Kreis der Besten der Besten für das Jahr 2018 wurde der 35-jährige Jan Hartwig vom "Atelier" im Bayerischen Hof in München. Der frisch gekürte Drei-Sterne-Tempel-Küchenchef konnte sein Glück kaum fassen: "So etwas kann man nicht erwarten, ich bin total zufrieden", sagte er und strahlte. Der Direktor des "Guide Michelin Deutschland/Schweiz", Ralf Flinkenflügel, bezeichnete den neuen Drei-Sterne-Koch als "Shooting Star" der Szene. Erst vor zwei Jahren habe er seinen zweiten Stern bekommen. "Er ist nun an einem Punkt angekommen, dass er nicht nur in Deutschland, sondern auch in der internationalen Küche zur absoluten Spitze gehört", so Flinkenflügel. 

Abwechlungsreiche und regionale Zutaten

Koch Joachim Wissler steht in seinem Restaurant Vendome (picture-alliance/dpa/H. Kaiser)

Starkoch Joachim Wissler aus Bergisch-Gladbach konnte seinen dritten Stern souverän verteidigen

Gestärkte Tischdecken und Silberbesteck sind schon längst nicht mehr die sicheren Erkennungszeichen der Spitzengastronomie. Es wird bunter und abwechslungsreicher in deutschen Sterne-Restaurants. Am Herd setzen viele Meister wie schon zuvor auf Regionales. Vom Algenkaviar bis zur Ente mit Fenchelkrokant, von der Lachstatar in Gurken-Wasabi-Limonade bis zur Felsenrotbarbe mit grüner Tomatenmarmelade versprechen die Speisekarten höchste Genüsse. Auch gesellschaftliche Trends spiegeln sich in der Spitzenküche wider: Erstmals gibt es zwei Restaurants mit einem Stern, die rein vegetarisch kochen: Chefkoch Stephan Hentschel vom frisch gekürten Berliner Restaurant "Cookies Cream" betonte, die Auszeichnung sei gut für den Ruf der Gemüseküche insgesamt. 

Die Bibel der Feinschmecker 

Küchenchef Peter Martin Schnurr (picture-alliance/dpa/J. Woitas)

Küchenchef Peter Martin Schnurr aus Leipzig leitet ein Zwei-Sterne-Haus

Der Hotel- und Restaurantführer Guide Michelin erschien erstmals 1923, seit 1926 verteilt er Sterne an die Gastronomie. 1936 wurden die bis heute gültigen Definitionen zu den Sternen eingeführt: "Eine sehr gute Küche: verdient besondere Beachtung""(ein Stern), "Eine hervorragende Küche: verdient einen Umweg" (zwei Sterne), "Eine der besten Küchen: ist eine Reise wert" (drei Sterne). Die deutsche Ausgabe des Guide Michelin gibt es seit 1966.

suc/so (dpa/Guide Michelin)

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