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Guatemala

Guatemala weist europäisches Abtreibungsschiff ab

Guatemala hat ein Schiff mit europäischen Abtreibungs-Aktivisten aus den Hoheitsgewässern des Landes verwiesen. Die Besatzungsmitglieder des niederländischen Schiffes hätten sich als Touristen ausgegeben.

Tatsächlich seien sie aber nach Guatemala gekommen, um Abtreibungen vorzunehmen, sagte Marinesprecher Saul Tobar. Ihnen sei deswegen der Landgang verweigert worden.

Abtreibungen sind in dem zentralamerikanischen Land weitgehend verboten. Das Schiff wurde von der Gruppe "Women on Waves" entsandt; diese transportiert Frauen mit Wunsch nach Abtreibung per Schlauchboot auf das Schiff, wo dann in internationalen Gewässern ein Schwangerschaftsabbruch vorgenommen wird.

Mehr als 60.000 Abtreibungen jährlich

Nach Angaben der Organisation waren zehn Aktivisten auf dem Schiff - unter anderem aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Spanien. Laut "Women on Waves" (Frauen auf Wellen) werden in Guatemala jedes Jahr 65.000 illegale Abtreibungen vorgenommen - oft unter Bedingungen, die für die Frauen höchst gefährlich sind.

Guatemala weist europäisches Abtreibungsschiff ab (Reuters/L. Echeverria )

Die Nichtregierungsorganisation "Women on waves" hat ihren Sitz in den Niederlanden

Die niederländische Nichtregierungsorganisation hat in den vergangenen Jahren mehrfach durch spektakuläre Aktionen auf sich aufmerksam gemacht. 2015 hatte "Women on waves" eine Drohne von Deutschland aus nach Polen gesteuert. Auf diese Weise sollten zwei Frauen im katholisch geprägten Polen mit Abtreibungspillen beliefert werden.

haz/stu (afp, womenonwaves.org)