Guatemala verlegt Botschaft noch dieses Jahr nach Jerusalem | Aktuell Nahost | DW | 05.03.2018
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Nahost-Konflikt

Guatemala verlegt Botschaft noch dieses Jahr nach Jerusalem

Die USA haben es vorgemacht, jetzt zieht Guatemala nach und eröffnet bereits im Mai seine Botschaft in Jerusalem. Diese war schon einmal dort.

Israel Jerusalem Panorama (Getty Images/AFP/A. Gharabli)

Blick auf den Felsendom und die Altstadt Jerusalems

Guatemalas Botschaft wird in Zukunft in Jerusalem sitzen – und nicht mehr wie bisher in Tel Aviv. Das hatte Präsident Jimmy Morales bereits an Weihnachten des vergangenen Jahres verkündet. Bei der proisraelischen Lobbyorganisation AIPAC in Washington bestätigte Morales am Sonntag das Datum. Am 16. Mai soll es so weit sein.

Morales dankte dem US-amerikanischen Präsidenten Trump bei der Verkündung. Die USA hatten als erstes Land entschieden, ihre Botschaft zu verlegen. Morales über Trump: "Seine couragierte Entscheidung hat uns ermutigt, das Richtige zu tun." 

Umzug früher als erwartet

Der 16. Mai ist kein zufällig gewähltes Datum. Zwei Tage vorher, am 14. Mai, zieht die US-amerikanische Botschaft um – pünktlich zum Unabhängigkeitstag Israels. Das hatte der US-amerikanische Präsident im Februar verkündet und damit überrascht. Bis dahin war ein späterer Umzugstermin erwartet worden. 

Frankreich Paris - Jimmy Morales Präsident von Guatemala (picture-alliance/MAXPPP/dpa/L. Tanguy)

Der guatemaltekische Präsident Jimmy Morales.

Guatemala ist eines der wenigen Länder, die die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels unterstützen. Die guten Beziehungen zwischen Israel und Guatemala sind nicht neu. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Guatemala das erste Land, das Israel 1948 anerkannte und dort zunächst seine Botschaft eröffnete. Aus politischen Gründen wurde sie später nach Tel Aviv verlegt. 

Außenministerium dankt Morales

Der Sprecher des israelischen Außenministeriums Emmanuel Nashschon, dankte Morales für die Entscheidung. Auf dem Kurznachrichten-Dienst Twitter bezeichnete er die Entscheidung als "mutig und visionär". Dazu schrieb er: "Wir freuen uns, Sie in unserer geliebten, ewigen Hauptstadt zu begrüßen."

Schon Donald Trumps Ankündigung im vergangenen Jahr war auf internationale Kritik gestoßen. In den Palästinensergebieten kam es zu Unruhen. Die Palästinenser wollen den Ostteil Jerusalems als Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates. Israels Regierung ist der Meinung, dass ganz Jerusalem die eigentliche israelische Hauptstadt sei. Der endgültige politische Status von Jerusalem sollte eigentlich in Friedensverhandlungen geklärt werden. 

luh/stu (dpa/rtr)

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