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Kultur

Gruppe E: Deutschland, Kamerun, Saudi-Arabien, Irland

Erster Gegner des deutschen Teams in der Vorrundengruppe E ist am 1. Juni in Sapporo Saudi-Arabien.

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Starke Gegner: Kameruns Fußballer feiern den Afrika-Cup

Für die Saudis ist es die dritte Teilnahme an einer WM-Endrunde. Immerhin qualifizierten sie sich 1994 in den USA sogar für die Achtelfinals. Dass erstmals eine Weltmeisterschafts-Endrunde in Asien ausgetragen wird, dürfte für die Saudis von Vorteil sein. In Asien feierten sie ihre größten Erfolge: Seit 1984 qualifizierten sie sich fünfmal für Endspiele um die Asien-Meisterschaft und errangen dabei drei Titel.

Doch der Eindruck der Stabilität und der kontinuierlichen Aufwärtsentwicklung täuscht. Seit 1996 wechselten die Saudis achtmal ihren Nationaltrainer aus. Auch der Deutsche Otto Pfister kam und wurde bald wieder entlassen. Die angeblich 35 Millionen Euro, die Königssohn Prinz Faisal in die saudi-arabische Fußball-Nationalmannschaft jährlich investiert, garantieren noch keinen Erfolg.

Als ernsthaftesten Gegner im Kampf um den Einzug in die zweite Runde wird Irland von den Deutschen eingeschätzt. Größte Hochachtung erwarben sich die Iren in der Qualifikation, als sie die wesentlich höher eingestuften Niederländer eliminierten. Zuletzt blieb das irische Team 16-mal in Folge ungeschlagen. Die meisten irischen Nationalspieler stehen in englischen Profiklubs unter Vertrag.

Für Irland ist es nach 1990 und 194 die dritte WM-Endrundenteilnahme. In Italien 1990 konnten sich die Iren bis ins Viertelfinale vorspielen. In 13 Länderspielen mit Deutschland waren die Iren fünfmal, und Deutschland sechsmal erfolgreich.

Mit großen Erwartungen an großen Fußball ist die Partie zwischen Deutschland und Kamerun zum Abschluß der Vorrundenspiel verknüpft. Denn man kennt sich. Kamerun wird trainiert vom Deutschen Winfried Schäfer, und vier Spieler der Nationalmannschaft Kameruns verdienen als Profis in Deutschland ihr Geld.

In der nächsten Saison aber werden alle vier bestensfalls nur noch in der zweiten deutschen Bundesliga spielen, nachdem Kameruns Kapitän Rigobert Song, ein eisenharter Verteidiger, mit seinem 1. FC Köln absteigen musste.

Mit Sicherheit bringen die Afrikaner eine riesige Portion Selbstvertrauen mit zur WM-Endrunde. Zu Beginn dieses Jahres hatten sie bereits die Afrikameisterschaft gewonnen. Trainer Winnie Schäfer ist davon überzeugt, dass er mit seinem Team ähnlich für Furore sorgen kann, wie dies Kameruns Nationalmannschaft schon 1990 in Italien gelang. Der Spielwitz der Afrikaner begeisterte damals die Fußball-Welt. Und Roger Milla war der Liebling aller Fußballfans. Seine Tore waren sensationell und sein anschließender Freudentanz an der Eckfahne unnachahmlich.