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Konflikt um den Tempelberg

Großmufti gibt grünes Licht für Rückkehr der Muslime zum Tempelberg

In der Krise um das drittwichtigste Heiligtum des Islams zeichnet sich eine Beruhigung ab: Die muslimische Führung in Jerusalem rief die Gläubigen auf, wieder in die Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg zu kommen.

Der Großmufti von Jerusalem, Mohammed Ahmed Hussein (Foto: Getty Images/AFP/A. Gharabli)

Der Großmufti von Jerusalem, Mohammed Ahmed Hussein

Der Aufruf von Großmufti Mohammed Ahmed Hussein beendet einen fast zweiwöchigen Boykott der heiligen Stätte. Zuvor hatte Israel auch die letzten Kontrollmaßnahmen beendet. Palästinenser feierten das als Sieg. 

Auch die für das Areal zuständige muslimische Wakf-Behörde sowie Palästinenserpräsident Mahmud Abbas riefen die Gläubigen wieder zum Tempelberg. Die Gebete würden nun hoffentlich wieder in der Al-Aksa-Moschee stattfinden, sagte Abbas vor Journalisten in Ramallah.

Israel hatte nach einem tödlichen Anschlag arabischer Attentäter auf Polizisten am 14. Juli unter anderem Kontrollen von muslimischen Gläubigen mit Metalldetektoren und neuen Überwachungskameras vorgenommen. Dies hatte blutige Proteste der Palästinenser ausgelöst, weil sie darin einen Versuch Israels sahen, mehr Kontrolle über den Tempelberg zu erlangen. Am Dienstag dann ließ die Regierung die Detektoren und Kameras wieder entfernen. Sie kündigte an, statt dessen weniger auffällige Sicherheitsüberprüfungen vorzunehmen.

Der Tempelberg (Arabisch: Al-Haram Al-Scharif) ist das drittwichtigste Heiligtum des Islams nach Mekka und Medina. An seinem Fuß befindet sich auch die jüdische Klagemauer, einziger Überrest des von den Römern im Jahr 70 zerstörten Zweiten Jüdischen Tempels und höchstes Heiligtum des Judentums.

sti/rb (afp, dpa)