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Golfkrise

Großmächte appellieren in Katar-Krise an Golfstaaten

Nach dem Zerwürfnis zwischen Katar und führenden arabischen Staaten haben die USA, Russland und die Türkei die Konfliktparteien zum Dialog aufgefordert. Es dürfe keinen "dauerhaften Bruch" zwischen den Ländern geben.

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Katar unter Druck

US-Präsident Donald Trump sei um Deeskalation bemüht, teilte das Präsidialamt in Washington mit. Sollte es angesichts der Spannungen zu einem Sondergipfel der Mitgliedsstaaten des Golf-Kooperationsrates kommen, würden die USA einen Mittler schicken, sagte ein ranghoher Vertreter der Trump-Regierung. Man wolle die Länder der Region "in die richtige Richtung bringen". Gleichzeitig bekräftigte die US-Regierung ihre Kritik an Katar: Viele Vorgänge in dem Emirat seien aus Sicht der Vereinigten Staaten "einigermaßen besorgniserregend".

Auch Russlands Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan mahnten die Konfliktparteien nach einem Telefonat zu Dialogbereitschaft. "Im Interesse der Bewahrung von Frieden und Stabilität in der Golfregion" müsse ein Kompromiss gefunden werden, erklärte das russische Präsidialamt.

Sudan schaltet sich ein

Der Sudan bot unterdessen an, sich an der "Schlichtung" zwischen Katar und seinen Nachbarländern zu beteiligen. Das nordafrikanische Land sei "absolut bereit, alles Nötige zu tun, um im Interesse der Menschen in der Region für Ruhe und Aussöhnung zu sorgen", hieß es in einem Statement des Außenministeriums. Der Sudan unterhält seit Jahren enge diplomatische Beziehungen mit Saudi-Arabien und Katar, nachdem er die jahrzehntelange Verbindung zum Iran abgebrochen hat.

Die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Ägypten und Bahrain  hatten am Montag erklärt, ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abzubrechen. Das Emirat finanziere den internationalen Terrorismus, so der Vorwurf. Katar wies die Anschuldigungen als Lügen zurück und sprach von einer Kampagne zur Schwächung des Landes.

hk/kle (rtr, afp)

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