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Afrika

Großes Wählerinteresse an Kenias Verfassung

Gut zwölf Millionen Kenianer stimmen an diesem Mittwoch über eine neue Verfassung für das ostafrikanische Land ab. Bislang verlief der Urnengang friedlich.

Auch auf dem Land stimmen viele Kenianer ab (Foto: AP)

Auch auf dem Land stimmen viele Kenianer ab

Mit langen Schlangen vor den Wahllokalen hat am Mittwoch (04.08.2010) in Kenia die Volksabstimmung über eine neue Verfassung begonnen. Das Referendum ist der erste Urnengang der Bevölkerung, seit bei Unruhen nach der umstrittenen Präsidentenwahl Ende 2007 mehr als 1000 Menschen getötet wurden. Präsident Mwai Kibaki rief seine Landsleute zu einer friedlichen Abstimmung auf.

Viele Polizisten im Einsatz

In der Hauptstadt Nairobi drängten sich bereits vor Sonnenaufgang zahlreiche Menschen vor den Wahllokalen. Schon um 3.00 Uhr morgens seien Leute gekommen, sagte George Rabalah, ein Mitarbeiter der Wahlkommission. Die Stimmauszählung werde transparenter verlaufen als bei der letzten Wahl und live im Rundfunk übertragen, kündigte die Wahlkommission an.

In möglichen Brennpunkten politischer Gewalt waren zehntausende Polizisten im Einsatz, die auch mit Hubschrauberpatrouillen frühzeitig auf Gewaltausbrüche reagieren können.

Regierung unterstützt das Referendum

Polizisten vor einem Wahllokal (Foto: AP)

Zehntausende Polizisten sind im Einsatz

Jüngsten Meinungsumfragen zufolge wollte die Mehrheit der Kenianer für die neue Verfassung stimmen. Diese sieht unter anderem eingeschränkte Machtbefugnisse für den Präsidenten und eine Landreform vor. Außerdem soll ein Oberhaus nach britischem Vorbild und eine Art föderales System eingerichtet werden. Eine teilweise Legalisierung der Abtreibung und die Einführung islamischer Familiengerichte sorgen bei den Gegnern der Verfassung für besonders großen Widerstand.

Die beiden Kontrahenten Kibaki und Ministerpräsident Raila Odinga, die sich nach den ethnisch motivierten Ausschreitungen auf eine gemeinsame Regierung geeinigt hatten, unterstützten die neue Verfassung. Das Ergebnis soll am Freitag vorliegen.

Autor: Dirk Bathe (dpa, apn, epd, afp)

Redaktion: Christine Harjes

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