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Wirtschaft

Großes Schlucken auf dem Biermarkt

Die milliardenschwere Übernahme des Biergiganten SABMiller durch den Konkurrenten AB Inbev ist in trockenen Tüchern. AB Inbev hat den Aktionären von SABMiller ein offizielles Angebot vorgelegt.

Für 112 Milliarden Euro lässt sich der Brauereiriese SABMiller vom Weltmarktführer Anheuser-Busch InBev schlucken. Beide Unternehmen einigten sich nach eigenen Angaben vom Mittwoch nun auf die Details des Geschäfts. Demnach zahlt der belgisch-brasilianische Konzern InBev den SABMiller-Aktionären 44 Pfund (62 Euro) pro Anteilsschein und übernimmt die Schulden der bisherigen Nummer zwei auf dem Brauereimarkt.

Die beiden größten Aktionäre von SABMiller - der US-Tabakkonzern Altria sowie Bevco Ltd - sollen ihre Anteile gegen einen Mix aus speziellen AB-Inbev-Aktien und Bargeld abgeben. Um die nötige Zustimmung der Wettbewerbsbehörden für die Übernahme zu bekommen, verkauft SABMiller zudem seine Mehrheitsbeteiligung an der US-Brauerei MillerCoors an Molson Coors.

Einsparungen erhofft

Die von AB InBev vorangetriebene Übernahme, gegen die sich SABMiller mehrfach gewehrt hat, soll im zweiten Halbjahr 2016 abgeschlossen sein. Sie steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung von Anlegern und Regulierungsbehörden. Die beiden Unternehmen erhoffen sich durch das Geschäft Einsparungen von mindestens 1,4 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro). Durch den Zusammenschluss werden Stellenstreichungen befürchtet.

Mit der Übernahme kommt künftig fast jedes dritte Bier, das weltweit verkauft wird, aus ein und demselben Konzern. Aus dem Hause AB InBev kommen Biere wie Budweiser, Corona, Stella Artois, Leffe oder in Deutschland Beck's und Franziskaner. SABMiller verkauft unter anderem Pilsner Urquell, Miller und Grolsch - sowie in China das meistverkaufte Bier der Welt, Snow. Auch in Afrika ist die Brauerei sehr präsent.

wen/zdh (rtr, dpa)