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Aktuell Deutschland

Großes Interesse ehemaliger DDR-Bürger an Stasi-Akten

Auch 25 Jahre nach dem Fall der Mauer gibt es noch immer viele Menschen, die ihre DDR-Vergangenheit bewältigen wollen und Einsicht in ihre Stasi-Unterlagen fordern. Die Zahl der Anträge steigt sogar.

Fast 68.000 Anträge zählte die Stasi-Unterlagen-Behörde im Jahr 2014. Damit ist die Zahl der Anträge auf persönliche Akteneinsicht gegenüber dem Vorjahr um etwa 4.000 gestiegen. Das geht aus dem zwölften Tätigkeitsbericht der Behörde hervor, die ihr Vorsitzender Roland Jahn in Berlin Bundestagspräsidenten Norbert Lammert vorgelegt hat.

Die anhaltend hohe Nachfrage erklärte Jahn mit den Lebensläufen der Antragsteller. Viele kämen jetzt in einem Alter, in dem sie Zeit hätten, ihr Leben zu reflektieren. Das Recht jedes Einzelnen, Auskunft über die gesammelten Informationen zu seiner Person zu verlangen, können alle ehemaligen DDR-Bürger auch nach Jahren noch wahrnehmen.

Drei Millionen Anträge

Seit Bestehen der Behörde 1990 sind mehr als drei Millionen Anträge auf Einsicht in die eigenen Stasi-Unterlagen eingegangen. Zusammen mit Anträgen aus den Bereichen Forschung und Medien sowie für Überprüfungen im öffentlichen Dienst und aus Gründen der Rehabilitierung sind es sogar fast sieben Millionen.

Ein weiterer Aufgabenbereich der Stasi-Unterlagenbehörde ist ihre Aufklärungsarbeit. Diese richte sich dem aktuellen Tätigkeitsbericht zufolge immer stärker auf die Nach-Wende-Generation. Die Zahl der Menschen, die selbst die DDR nicht mehr erlebt haben, nehme stetig zu. Das verändere den Dialog, die Aufbereitung und die Erzählweise, heißt es in dem Bericht weiter.

nin/as (dpa, epd)