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Fernsehpreis

Großer Erfolg: Drei Emmys für Deutschland

Die RTL-Produktion "Deutschland 83" gewinnt in der Kategorie "Beste Drama-Serie", Christiane Paul als "Beste Hauptdarstellerin" im ARD-Film "Unterm Radar" und Matthias Bittner für seine Dokumentation "Krieg der Lügen".

USA Emmy Awards in New York - Deutschland 83 (picture-alliance/dpa/A. Gombert)

Produzent Jörg Winger (mit Trophäe) und Hauptdarstellerin Maria Schrader freuen sich über den Preis

Drei Mal Jubel bei den deutschen Nominierten beim International Emmy in New York. Die RTL-Fernsehserie "Deutschland 83" hat den Award als beste Dramaserie und damit einen der begehrtesten TV-Preise der Branche gewonnen. "Unsere Serie handelt von einer geteilten Nation", sagte Produzent Jörg Winger bei Entgegennahme des Preises in New York. Die Serie begleitet den ostdeutschen Soldaten Martin Rauch im geteilten Deutschland, der sich als Spion für die Stasi behaupten muss. Der Emmy für ein deutsches TV-Programm sei wohl die höchste Auszeichnung, die man in den USA bekommen könne, sagte die Schauspielerin Maria Schrader der Deutschen Presse-Agentur.

TV-Mehrteiler Deutschland '83 Filmstill (RTL/N. Konietzny)

"Deutschland 83": Jonas Nay (links) und Ludwig Trepte als Bundeswehr-Soldaten im Zwiespalt

Die deutsche Schauspielerin Christiane Paul erhielt den Emmy als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle im ARD-Film "Unterm Radar". "Es ist der Wahnsinn. das ist das Größte, was mir bis jetzt in meinem Leben passiert ist", sagte die 42-Jährige der deutschen Presse-Agentur nach Entgegennahme des Preises. Paul hatte sich unter anderem gegen die britische Mimin Judi Dench (unter anderem bekannt als "M" aus den James Bond-Filmen) durchgesetzt.

USA Emmy Awards in New York - Christiane Paul (picture-alliance/dpa/EPA/A. Gombert)

"Es ist der Wahnsinn" - Christiane Paul sichtlich gerührt bei der Preisübergabe

 

Der Film "Krieg der Lügen" vom deutschen Regisseur Matthias Bittner zur Vorgeschichte des Irakkriegs von 2003 hat den International Emmy als bester Dokumentarfilm gewonnen. "Wir haben damit angefangen, einen Film an der Filmhochschule zu machen, und wir machen unseren Abschluss mit einem Emmy", sagte Bittner bei der Preisverleihung. Ursprünglich war "Krieg der
Lügen" als Abschlusswerk an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg entstanden. "Kein deutsches Filmfestival wollte diesen Film zeigen. Am Ende landest Du in den USA, worum es in diesem Film eigentlich geht", sagte Bittner der Deutschen Presse-Agentur.
 

Die International Emmys sind der weltweite Ableger des wichtigsten Fernsehpreises der Welt. Auch die für nichtamerikanische Produktionen vergebenen Ehrungen sind sehr begehrt, haben aber nicht annähernd den Glanz der in Los Angeles vergebenen US-Preise.

mas/se (ap/dpa/rtr)

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