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Reise

Großer Bahnhof bei Neapel

Ein riesiger Bahnhof von Stararchitektin Zaha Hadid ist nach jahrelangen Querelen in der Nähe von Neapel eingeweiht worden. Aber komplett fertig soll er erst 2022 sein.

Von kommenden Sonntag an sollen am Bahnhof in Afragola die ersten Hochgeschwindigkeitszüge auf der Nord-Süd-Achse rollen.  An dem 400 Meter langen, schlangenförmigen Megabahnhof wird seit 2003 gebaut, allein für die erste Bauphase wurden rund 60 Millionen Euro veranschlagt. Die zweite Bauphase soll erst 2022 abgeschlossen sein.

Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni würdigte am Dienstag das Werk der im vergangenen Jahr verstorbenen Architektin. Kritiker nannten den futuristischen Bahnhof bereits eine "Kathedrale im Nirgendwo", weil eine gute Anbindung an die Millionenstadt Neapel fehle. Italienische Medien bemerkten zudem, dass der Bahnhof schon vier Mal zuvor eine Art von "Einweihung" erfahren habe. 

Zaha Hadid hat als erste und bisher einzige Frau den Pritzker-Preis erhalten, die Königsklasse der Architektur. 2016 verstarb die irakisch-britische Architektin überraschend im Alter von 65 Jahren. Ihre Baukunst ist rund um den Globus zu bewundern. 

is/at (dpa)

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