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Aktuell Afrika

Große Zustimmung für neue Verfassung in der Zentralafrikanischen Republik

Die Zentralafrikanische Republik hat eine neue Verfassung, sie löst das Übergangsdokument aus der Kolonialzeit ab. Damit ist der Weg frei für die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen Ende Dezember.

Wählerin an Wahlurne (Foto: picture-alliance/dpa/J.-M. Issa)

Nur knapp 40 Prozent nahmen an der Abstimmung am 13. Dezember teil.

Etwa 93 Prozent der Wähler in der Zentralafrikanischen Republik haben für die neue Verfassung gestimmt. Sie sieht nur zwei Amtszeiten des Präsidenten vor, soll die Korruption in den Institutionen bekämpfen und die Macht der Armee einschränken. Zudem verbietet sie die Kandidatur von Mitgliedern der derzeitigen Übergangsregierung bei den Wahlen am 27. Dezember.

Schwierigkeiten bei der Registrierung

Das Interesse an der Abstimmung war zunächst groß, ließen sich doch etwa zwei Millionen Wahlberechtigte registrieren. Die Zentralafrikanische Republik hat 4,8 Millionen Einwohner. Allerdings gibt es etwa eine halbe Million Flüchtlinge, die in Camps außerhalb des Landes leben. Nur jeder vierte von ihnen konnte sich für die Abstimmung registrieren lassen. Zur Abstimmung selbst kamen insgesamt nur etwa 38 Prozent der registrierten Wahlberechtigten.

Wechselvolle Geschichte

Die neue Verfassung leitet die sechste Republik seit der Unabhängigkeit von Frankreich 1960 ein. Die Zentralafrikanische Republik, eines der ärmsten Länder der Welt, war nach dem Sturz von Präsident François Bozizé im März 2013 im Chaos versunken. Durch Kämpfe zwischen rivalisierenden christlichen und muslimischen Milizen wurde ein Zehntel der Bevölkerung in die Flucht getrieben. Auch die Abstimmung zum Referendum war von Unruhen überschattet worden, dabei wurden zwei Menschen getötet.

fab/kle (afp, rtre)