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Sport

Große Koalition will NADA den Rücken stärken

CDU, CSU und SPD garantieren in ihrem Koalitionsvertrag den Fortbestand der Nationalen Anti-Doping-Agentur. Ansonsten bleiben die Aussagen zu Problemen des Sports eher vage.

"Die nachhaltige Finanzierung der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) stellen wir sicher", heißt es im Koalitionsvertrag, den Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), CSU-Chef Horst Seehofer und der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel in Berlin vorstellten. In dem Vertrag werden auch "weitergehende strafrechtliche Regelungen beim Kampf gegen Doping und Spielmanipulation" angekündigt. Von einem eigenständigen Anti-Doping-Gesetz ist jedoch nicht explizit die Rede. Es werde "in Betracht gezogen", nicht nur den Handel, sondern auch den Besitz von Dopingmitteln unter Strafe zu stellen. Die Verhältnismäßigkeit einer strafrechtlichen Sanktion müsse gewährleistet sein. Damit spielen die künftigen Regierungsparteien wohl auf die Verdopplung der Regelsperre für Doper auf vier Jahre an, die kürzlich bei der Welt-Anti-Doping-Konferenz in Johannesburg beschlossen worden war. Deutsche Sportrechtsexperten sehen die Reform kritisch und werten die Vier-Jahres-Sperre als Berufsverbot.

Straftäter aus Stadien fernhalten.

Auch über die Gewalt in den Fußballstadien wurde bei den Koalitionsverhandlungen gesprochen. "Die Fankultur im Fußball soll in Deutschland erhalten bleiben", heißt es im Koalitionsvertrag. "Gemeinsam mit Verbänden, Vereinen und den friedlichen Fans wollen wir dafür sorgen, dass Stadionbesuche sicher bleiben." CDU, CSU und SPD unterstützen nach eigenen Angaben "alle präventiven Anstrengungen und werden alle gesetzlichen Rahmenbedingungen auf das Ziel ausrichten, Straftäter aus den Fußballstadien fernzuhalten." Ob damit härtere Strafen oder nur eine konsequentere Umsetzung bestehender Gesetze gemeint ist, bleibt offen.

Fair und nachhaltig

Einig sind sich die großen Partien im Ziel, "dass Deutschland eine erfolgreiche Sportnation bleibt". Aber wie? Die Koalition wolle gute Arbeitsbedingungen und langfristige Perspektiven für hochqualifizierte Trainer schaffen, heißt es eher allgemein. Im Sinne einer "dualen Karriere" sollten Leistungssport und Ausbildung bzw. Beruf künftig besser vereinbar sein.

Die Ablehnung der Winterspiele 2022 in München durch einen Bürgerentschied hat im Koalitionsvertrag ebenfalls Spuren hinterlassen. "Bei der Vergabe von internationalen Sportgroßveranstaltungen setzen wir uns in Kooperation mit dem autonomen Sport für faire und nachhaltige Standards ein", heißt es im Vertrag von Union und SPD.

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