1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Sport

Große Ehre für herausragende Athleten

Maria Höfl-Riesch, Robert Harting und die Fußball-Weltmeister sind die "Sportler des Jahres" 2014. Ihre Auszeichnung empfangen sie beim festlichen Jahresabschluss des deutschen Sports im Kurhaus von Baden-Baden.

Alpin-Ikone Maria Höfl-Riesch, Diskusstar

Robert Harting

und die Fußball-Weltmeister von Bundestrainer Joachim Löw sind Deutschlands "Sportler des Jahres" 2014. Das ergab die Abstimmung unter rund 1200 Sportjournalisten am Ende eines ereignisreichen Sportjahres mit Olympischen Winterspielen in Russland und der Fußball-WM in Brasilien. Rund 700 Festgäste spendeten den Siegern bei der Gala am Sonntag im Kurhaus von Baden-Baden großen Beifall. Harting gewann dort bereits zum dritten Mal in Serie, die Nationalelf des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) stand zum insgesamt zehnten Mal ganz oben.

IOC-Präsident Thomas Bach mit Ehefrau Claudia und die ehemalige Skirennfahrerin Maria Höfl-Riesch mit Ehemann Marcus Höfl bei der Wahl zum Sportler 2014 in Baden-Baden (Foto: Daniel Maurer/dpa)

IOC-Präsident Thomas Bach mit Ehefrau Claudia und Maria Höfl-Riesch mit Ehemann Marcus Höfl

Die 30-jährige

Höfl-Riesch,

die ihre Karriere im März nach Gold in der Super-Kombi von Sotschi als erfolgreichste Alpine der deutschen Olympia-Geschichte beendet hatte, stand bei der Sportlerwahl zum zweiten Mal nach 2010 an der Spitze. Sie trat bei der Gala, bei der auch IOC-Präsident Thomas Bach im Publikum war, in die Fußstapfen unter anderen von Biathletin Magdalena Neuner. Welche Bedeutung die Auszeichnung für viele Athleten besitzt, hatte Höfl-Riesch schon im Vorfeld deutlich gemacht. "Das wäre der perfekte Abschluss", sagte sie. Nun ist er es tatsächlich. Mit 3147 Punkten gewann sie die prestigeträchtige Wahl mit großem Vorsprung auf die Doppel-Olympiasiegerin im Rodeln, Natalie Geisenberger (1830). Dritte wurde Carina Vogt (1782). Sie schrieb in Sotschi als erste Goldmedaillengewinnerin im Skispringen olympische Geschichte.

Unerwarteter Sieger

Diskuswerfer Robert Harting und Freundin Julia Fischer bei der Sportlerwahl in Baden-Baden (Foto: Uwe Anspach/dpa)

Diskuswerfer Robert Harting mit Freundin Julia Fischer

Während Höfl-Riesch vor der Wahl als eine der Favoritinnen gegolten hatte und der erste Platz der Fußballer allgemein erwartet worden war, kam die erneute Auszeichnung Hartings doch etwas überraschend. Schließlich war der Diskusstar 2014 in Zürich nach seinem Olympiasieg 2012 und dem dritten WM-Titel 2013 "nur" zum zweiten Mal

Europameister

geworden. Dagegen war der Ende September von den deutschen Spitzenathleten zum "Champion des Jahres" gekürte Nordische Kombinierer Eric Frenzel in Sotschi Olympiasieger, Rodel-Star Felix Loch hatte in Russland zweimal Gold gewonnen.

Allerdings setzte sich Harting mit 2100 Punkten auch nur sehr knapp vor Frenzel (2055) durch, Loch erhielt auf Rang drei 1467 Zähler. "Ich bin glücklich, dass dieses Jahr so gut gelaufen ist. Bis auf das Ende des Jahres", sagte der Leichtathlet in Anspielung auf seinen Kreuzbandriss, den er sich im September zugezogen hat. Bei Harting, der nach einem Kreuzbandriss in der Reha ist, dürfte die

Persönlichkeit

eine besondere Rolle gespielt haben. Sie soll bei der Wahl Berücksichtigung finden. So hatte sich der kritische 30-Jährige im Herbst einer Nominierung zur Wahl des "Welt-Leichtathleten" verweigert, weil er nicht zusammen mit dem früheren Dopingsünder Justin Gatlin aus den USA auf einer Kandidatenliste stehen wollte.

Klare Sieger

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw (r.), Christoph Kramer (2.v.l.) und DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (l.) in Baden-Baden (Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, Nationalspieler Christoph Kramer und Bundestrainer Joachim Löw (l.-r.)

In der Kategorie "Mannschaften" distanzierten Löws Fußballer die Konkurrenz um Längen und setzten ihren Ehrungsmarathon nach dem

WM-Sieg von Rio

fort. Mit 1846 Punkten erhielten die Skispringer auf Rang zwei trotz ihres Olympiasiegs nicht einmal halb so viele Zähler wie die DFB-Elf (4660). Sie kam wegen des letzten Bundesligaspieltags des Jahres aber nur mit einer kleinen Abordnung ins Kurhaus - die magischen Bilder aus dem Maracana mit Mario Götzes 1:0-Siegtor in der Verlängerung gegen Argentinien lebten trotzdem noch einmal auf. "Es war der Zusammenhalt, es war die Mannschaft", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach rückblickend auf die WM: "In diesen sechs Wochen in Brasilien hatten wir nicht einen inneren Stress." Dritte wurden die deutschen Volleyballer (1115), die mit WM-Bronze die erste Medaille bei Weltmeisterschaften seit 44 Jahren gewannen.

Die Redaktion empfiehlt