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Für mehr Menschlichkeit

Großdemonstration für mehr Flüchtlinge in Spanien

Bei einer Großdemonstration in Barcelona haben Zehntausende Menschen die spanische Regierung zu der Aufnahme von mehr Flüchtlingen aus Kriegsgebieten aufgerufen. Der Demonstrationszug endete an einem symbolischen Ort.

Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 160.000 Menschen. Die Organisatoren sprachen von 300.000 bis zu einer halben Million Demonstranten. Die Massenkundgebung hatte die Nichtregierungsorganisation "Casa Nostra Casa Vostra" (Unser Haus ist euer Haus) organisiert. Sie stand unter dem Motto: "Genug Ausreden, nehmen wir sie jetzt auf!" Demonstranten hielten auch Plakate mit der Aufschrift: "Keine weiteren Toten, öffnet die Grenzen!"

Eine Frau hält ein Schild mit der Aufschrift Genug Ausreden, nehmen wir sie jetzt auf. (Foto: Picture Alliance)

"Genug Ausreden, nehmen wir sie jetzt auf", steht auf Katalanisch auf dem Schild der Demonstrantin

Auch der Bürgermeister Ada Colau unterstützte die Demonstration und rief die Menschen auf, die "Straßen zu füllen". Colau sagte, es sei sehr wichtig, dass in einem "Europa der Unsicherheit, in dem der Fremdenhass zunimmt, Barcelona eine Hauptstadt der Hoffnung ist".

Die Organisatoren hatten die Teilnehmer gebeten, blaue Kleidung und blaue Flaggen zu tragen, damit der Menschenzug wie eine gewaltige Welle wirke. Er bewegte sich durch das Stadtzentrum der zweitgrößten spanischen Stadt und endete an der Küste des Mittelmeeres - ein symbolischer Ort angesichts der Tatsache, dass im vergangenen Jahr mehr als 5000 Migranten bei dem Versuch, das Meer zu überqueren, starben.

Eine Menschenmenge steht am meeresufer (Foto: Picture Alliance)

Die Demonstration endete direkt am Ufer des Mittelmeeres

Die Demonstranten fordern, Spanien und die Europäische Union müssten endlich ihrer Verpflichtung nachkommen, notleidenden Menschen aus Konfliktregionen Zuflucht zu gewähren und eine integrative Gesellschaft aufzubauen, hieß es. 2015 hatte Spanien zugestimmt, ungefähr 16.000 Asylsuchende aus anderen EU-Ländern aufzunehmen. Bisher hat das Land erst rund 1100 Flüchtlinge aufgenommen.

ust/haz (dpa, ap, afp)

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