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Aktuell Europa

Großbritannien gedenkt Weltkriegstoten

Im Ersten Weltkrieg starben 888.246 Soldaten aus Großbritannien und dem Commonwealth. Jährlich gedenken die Briten der Toten - in diesem Jahr unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen.

An der Zeremonie am Kriegsdenkmal Cenotaph in London nahmen unter anderem Königin Elizabeth II. (Artikelbild) und der britische Premierminister David Cameron teil. Ein Geschütz aus dem vor 100 Jahren begonnenen Ersten Weltkrieg wurde abgefeuert - das Signal für zwei Schweigeminuten, die Millionen Briten im Vereinigten Königreich und auf Militärstützpunkten weltweit einhielten.

Cameron erinnerte an den Abzug der britischen Kampftruppen in Afghanistan in diesem Jahr und daran, dass sich 2014 auch die Landung der Alliierten in der Normandie während des Zweiten Weltkriegs zum 70. Mal gejährt hatte.

Terrorwarnstufe erhöht

Die Königin, ihr Mann Prinz Philipp sowie ihr Sohn Charles und der Enkel William legten nacheinander Kränze nieder. Es folgten 46 Hochkommissare aus den Commonwealth-Staaten, vor allem ehemalige britische Kolonien. Danach legte auch erstmals der irische Botschafter in London einen Kranz ab - zum Gedenken an Tausende Iren, die auf britischer Seite kämpften und starben.

Wegen befürchteter Anschläge waren die Sicherheitsmaßnahmen im Vorfeld des Gedenkens erheblich verstärkt worden. Erst kürzlich gab es mehrere Verhaftungen im Zusammenhang mit möglichen Anschlägen, die Terrorwarnstufe war erhöht worden.

Großbritannien Gedenkfeier Weltkrieg Poppies Mohnblumeninstallation (Foto: afp)

Premier David Cameron und seine Frau Samantha besuchen die Kunstinstallation am Londoner Tower.

Keramikblume erinnern an gefallene Soldaten

Seit August erinnert die Installation "Blutgetränkte Erde und ein Meer von Rot" ("Blood Swept Lands and Seas of Red") an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten aus Großbritannien oder einem der Commonwealth-Länder. Jede der 888.246 mohnroten Keramikblumen ("Poppies") steht für einen toten Soldaten. Die Kunstinstallation hat sich in den vergangenen Monat zu einem Touristenmagneten entwickelt.

Der Erste Weltkrieg endete im November 1918 mit der militärischen Niederlage Deutschlands und seines Bündnispartners Österreich-Ungarn. Weltweit starben rund neun Millionen Soldaten und mehr als sechs Millionen Zivilisten.

ab/wl (afp, dpa)