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Griechenland

Griechische Polizei räumt provisorisches Flüchtlingslager bei Athen

Das Flüchtlingslager Hellinikon am Stadtrand von Athen ist geschlossen worden. Es befand sich auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens der griechischen Hauptstadt. Dort startet demnächst ein gigantisches Bauprojekt.

Griechenland Flüchtlingslager Hellinikon (picture-alliance/dpa/T. Stavrakis)

Die Bewohner wurden in ein organisiertes Lager in Theben nördlich von Athen gebracht

In dem Lager hielten sich laut Polizei 450 bis 500 Menschen auf. Da die Räumung angekündigt war, verlief sie ohne Zwischenfälle.  Das Lager war wegen seiner Zustände berüchtigt. Hilfsorganisationen sprachen von menschenunwürdigen Bedingungen. Die Bewohner kommen nun in ein neues, organisiertes Flüchtlingslager nahe der mittelgriechischen Stadt Theben rund 90 Kilometer nördlich von Athen. Vermittler der Polizei, Übersetzer sowie Mitarbeiter der Internationalen Organisation für Migration (IOM) organisierten die Abfahrt der Menschen.

Als vorläufige Maßnahme geplant

Der ehemalige Flughafen der griechischen Hauptstadt war bis 2001 in Betrieb. Die überwiegend aus Afghanistan stammenden Flüchtlinge kamen Ende 2015 in den baufälligen ehemaligen Flughafen-Lounges unter. Es sollte aber von Anfang an lediglich eine vorübergehende Maßnahme sein.

Griechenland Flüchtlingslager Hellinikon (Getty Images/AFP/E. Elis)

In ehemaligen Flughafen-Gebäuden hatten die Flüchtlinge Unterschlupf gefunden

Menschenrechtsgruppen hatten das provisorische Lager wiederholt als ungeeignet für eine dauerhafte Unterbringung kritisiert und die Regierung aufgefordert, Alternativen zu finden. Im Februar waren einige der Flüchtlinge angesichts des Mangels an Warmwasser und angemessenem Essen in einen Hungerstreik getreten.

Demnächst soll in Hellinikon ein neues Wohngebiet entstehen. Geplant ist auch ein Kasino sowie Hotels und andere touristische Anlagen. In Griechenland halten sich zurzeit rund 62.000 Migranten auf, die vor Krieg und Armut nach Europa flohen. Die meisten stammen aus Syrien, Afghanistan und Pakistan.

uh/kle  (dpa, afp)

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