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Finanzkrise in Griechenland

Griechenland einigt sich mit Geldgebern

Sie hatten monatelang verhandelt - jetzt kam die Einigung mit den internationalen Gläubigern. Das überschuldete Griechenland kann jetzt wieder mit einer Finanzspritze rechnen.

Griechenland und seine Gläubiger haben sich auf ein Bündel neuer Sparmaßnahmen geeinigt, die den Weg für weitere Hilfen für das kriselnde Land ermöglichen könnten. "Es gibt weißen Rauch", sagte Finanzminister Euklid Tsakalotos im griechischen Fernsehen (ERT).

Auch Griechenlands Gläubiger haben die "vorläufige Einigung" bestätigt. Das teilten EU-Kommission, der Euro-Rettungsfonds ESM, die Europäische Zentralbank (EZB) und der internationale Währungsfonds (IWF) mit. Der Einigung waren mehrtägige Marathon-Verhandlungen vorangegangen. Eine Bestätigung von Seiten der Gläubiger lag zunächst nicht vor. Insgesamt handelt es sich um ein Sparpaket in Höhe von gut 3,6 Milliarden Euro, wie aus dem Finanzministerium in Athen hören war. Wichtigste Einschnitte: Rentenkürzungen von bis zu 18 Prozent vom 1. Januar 2019 an und eine Senkung des jährlichen Steuerfreibetrages von 8636 Euro auf etwa 5681 Euro. Der genaue Betrag wurde zunächst nicht bekannt.

Die Experten der EU-Kommission, der EZB, des ESM und des IWF sollen nun ihren Bericht - das sogenannte Staff Level Agreement - der Eurogruppe vorlegen. Erst dann kann weiteres Geld aus dem bis zu 86 Milliarden Euro schweren Hilfspaket ausgezahlt werden. Nach Einschätzung von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kann Griechenland ab dem 22. Mai mit der Auszahlung weiterer Hilfsgelder rechnen. Zudem muss noch der IWF seine Beteiligung zusagen. Dringend benötigt wird das frische Geld im Juli, denn dann muss Griechenland Kredite von mehr als sieben Milliarden Euro zurückzahlen.

Griechenland hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber. 2015 vereinbarte Athen mit den Euro-Partnern ein drittes Hilfspaket über bis zu 86 Milliarden Euro.

as/bri (dpa, rtr, afp, ape)

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