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Sport-News

Griechen feuern Trainer Ranieri

Die 0:1-Heimschlappe gegen Fußball-Zwerg Färöer hat Konsequenzen: Griechenland feuert Nationalcoach Claudio Ranieri. Auch Serbiens Trainer Dick Advocaat und Georgiens Temur Ketsbaia gehen.

Fußball EM 2016 Qualifikation Griechenland Färöer

Erfolglose Episode in Griechenland: Trainer Claudio Ranieri

Gut 13 Stunden nach der Blamage gegen die Färöer war die Kurzzeit-Ära von Claudio Ranieri bei der griechischen Fußball-Nationalmannschaft beendet. "Wir sahen keine andere Möglichkeit, als die Zusammenarbeit zu beenden", teilte der hellenische Verband mit. Am 25. Juli war der Ex-Chelsea-Coach als Nachfolger von Fernando Santos vom WM-Teilnehmer erst verpflichtet worden.

Die 0:1-Pleite gegen den 187. der FIFA-Weltrangliste bedeutete das Ende der Ranieri-Ära. Hellas hatte zum dritten Mal in Folge in der EM-Qualifikation zu Hause verloren und eine desolate Leistung gegen die Freizeitkicker von den Schafsinseln geboten. In der Gruppe F belegt der Europameister von 2004 mit nur einem Punkt den letzten Platz. Als Nachfolger wird in verschiedenen Medien der ehemalige Bayern- und Stuttgart-Trainer Giovanni Trapattoni (75) gehandelt.

Wehmütig erinnern sich die griechischen Fans an die Erfolge ihrer Mannschaft unter Trainer-Ikone Otto Rehhagel, der vor zehn Jahren den Sensations-EM-Triumph in Portugal unter Dach und Fach gebracht hatte. Fortan galt Rehakles als Fußball-Denkmal auf der Akropolis, Ranieri erfüllte nicht einmal ansatzweise die hohen Erwartungen.

Auch Georgiens Trainer geht

Neben den Griechen steht nun auch Georgien vorläufig ohne Trainer da. Temur Ketsbaia ist als Trainer der Nationalmannschaft zurückgetreten. Der 46-Jährige zog mit dem Schritt die onsequenz aus der 0:4-Niederlage gegen Polen am Freitag. "Leider endet meine Amtszeit auf eine traurige Art. Ab jetzt werde ich das Team als normaler Fan unterstützen", sagte Ketsbaia. In der Gruppe D belegt Georgien mit einem Sieg aus vier Spielen den vorletzten Platz, der Dreier war im Oktober bei Fußball-Zwerg Gibraltar gelungen (3:0).

Advocaat schmeißt in Serbien hin

Dick Advocaat (67) ist als Trainer der serbischen Nationalmannschaft zurückgetreten. Das hatten zunächst verschiedene serbische Medien gemdeldet, nachdem die Kicker vom Balkan am Freitag in der EM-Qualifikation vor leeren Rängen in Belgrad 1:3 gegen Dänemark verloren hatten. "In Kürze werde ich eine Entscheidung treffen", hatte Advocaat auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gesagt: "Als ich hier im Juli begann, dachte ich, dass wir eine gute Chance hätten, uns für die EM zu qualifizieren. Aber jetzt muss ich ehrlich zu mir selbst und zu den Menschen des serbischen Verbandes sein." Am Samstagnachmittag folgte dann die offizielle Bestätigung. "Es war ein kurzes, aber interessantes Abenteuer", sagte Advocaat im niederländischen Fernsehen.

Der ehemalige Oranje-Bondscoach hat mit seinem neuen Team in drei EM-Qualifikationsspielen nur einen Punkt geholt. "Es scheint, dass die Zwischenfälle im Heimspiel gegen Albanien der Wendepunkt für uns waren", sagte Advocaat der niederländischen Zeitung AD. Damals hatten vermutlich albanische Fans eine Drohne mit der Flagge Großalbaniens über das Spielfeld fliegen lassen. Das Spiel wurde abgebrochen. Die Europäische Fußball-Union erklärte Serbien zwar zum 3:0-Sieger, aber wegen der Ausschreitungen wurden die Punkte direkt abgezogen. Die Einsprüche von Serbien und Albanien werden am 2. Dezember verhandelt.

to (sid/dpa)