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Aktuell Afrika

Greiser Mugabe soll es nochmals richten

Seit 36 Jahren ist Robert Mugabe in Simbabwe an der Macht und wenn es nach dem Willen seiner Partei geht, soll das auch so bleiben. Seine Zanu-Partei bestätigte ihn als Kandidat für die Präsidentschaftswahl 2018.

Der Chef der Jugendorganisation der Partei, Kudzai Chipanga, sagte: "Wir alle sehen Filme. Sie enden erst, wenn der Akteur stirbt. Also muss der Präsident an der Macht bleiben, bis er stirbt. Er ist unser Kandidat 2018."

Ein sichtlich erschöpfter Mugabe rief seine Partei zu einem friedlichen Miteinander auf. Einige Parteimitglieder hatten den inzwischen 92-Jährigen zum Rücktritt aufgefordert. Mugabe sagte, es sollte keine Konflikte und Kämpfe geben. "Disziplin, Disziplin, Disziplin. Diejenigen in Führungspositionen müssen respektiert werden."

Die Wirtschaft liegt am Boden

Seine Gegner werfen ihm Verletzung von Menschenrechten und die Zerstörung der Wirtschaft des Landes vor. 80 Prozent der Erwerbsbevölkerung soll arbeitslos sein. Tausende von Firmen, die sich in dem südafrikanischen Land angesiedelt hatten, machten in den vergangenen Jahren dicht. Die Proteste gegen die Regierung hatten sich in jüngster Zeit verstärkt. Die Polizei ging mit einem massiven Aufgebot gegen die Demonstranten vor.

Mugabe hatte das ehemalige Rhodesien 1980 in die Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Großbritannien geführt. Er war zunächst Regierungschef, bevor er 1987 Präsident wurde. In der Vergangenheit hatte Mugabe mehrfach erklärt, er werde noch bis zum Alter von hundert Jahren regieren.

haz/sti (dpa, rtr, afp)