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Sport

Greipel verpasst das "Triple"

Auf der sechsten Etappe der Tour de France verpasst der deutsche Top-Sprinter André Greipel seinen dritten Tagessieg in Serie nur knapp. Auf dem Teilstück von Epenray nach Metz siegt der Slowake Peter Sagan.

Der Slowake Peter Sagan schießt als Erster über die Ziellinie (Foto: AP/dapd)

Der Slowake Peter Sagan (M.) entscheidet den Schlussspurt und damit die sechte Etappe für sich

Nur hauchdünn und mit viel Pech verpasste André Greipel den Etappen-Hattrick bei der Tour de France. Der nach zwei Stürzen schwer gezeichnete Radprofi musste sich am Freitag (06.07.2012) in Metz mit Platz zwei begnügen und sprintete damit auch an einem Eintrag in die Geschichtsbücher der Frankreichrundfahrt vorbei. Noch nie hat ein deutscher Profi drei Teilstücke in Folge gewonnen. Der Sieg auf der sechsten Etappe ging an den slowakischen Überflieger Peter Sagan, der bei seinem Tour-Debüt bereits seinen dritten Tagessieg feierte.

Greipel war bei Kilometer 35 erstmals in einen Crash verwickelt und zog sich dabei Schürfwunden am Knie und linken Arm zu. Zudem kugelte er sich die rechte Schulter aus, wurde aber umgehend behandelt. 62 Kilometer vor dem Ziel stürzte der Rostocker erneut und musste von seinem Team an das Hauptfeld herangeführt werden. Trotz der Blessuren schonte sich der 29-Jährige im Massensprint nicht und stand kurz vor dem großen Coup. Nachdem seine Teamkollegen von Lotto-Belisol den Sprint erneut perfekt vorbereitet hatten, ging Greipel in Führung liegend auf die letzten Meter. Dem phänomenalen Antritt Sagans hatte Greipel aber nichts entgegenzusetzen.

Erst elf Fahrer in der 109-jährigen Geschichte haben das Kunststück fertig gebracht, drei Etappen in Folge zu gewinnen. In den vergangenen 60 Jahren ist dies nur Lance Armstrong (2004) und Mario Cipollini (1999) gelungen.

Cancellara bleibt in Gelb

Die Fahrer liegen nach einem Massensturz am Boden (Foto: AP/dapd)

Auch Greipel wurde auf der sechsten Etappe der Tour de France Opfer eines Massenstrurzes

Greipels britischer Rivale Mark Cavendish (Sky) hatte nach einem Massensturz rund 25 Kilometer vor dem Ziel erneut nicht in den Showdown der Sprinter eingreifen können. Bereits am Mittwoch (04.07.2012) in Rouen war der Weltmeister kurz vor dem Ziel gestürzt. Im Gegensatz zum Vortag, als die letzten Ausreißer erst 200 Meter vor dem Ziel gestellt wurden, kontrollierte auch das nach dem Sturz ausgedünnte Peloton den Abstand zu den vier Flüchtligen um den US-Amerikaner David Zabriskie (Garmin-Sharp) souverän. Das Quartett wurde knapp drei Kilometer vor Rennende eingeholt. Das Gelbe Trikot des Gesamtführenden verteidigte Prologsieger Fabian Cancellara erfolgreich.

Tony Martin (Cottbus/QuickStep) bot das inzwischen gewohnte Bild und hielt sich am Ende des Pelotons auf. Der Zeitfahr-Weltmeister, der nach einem Sturz am vergangenen Sonntag (01.07.2012) an einem Kahnbeinbruch in der linken Hand laboriert, rollte erneut im Schongang ins Ziel.

Mit der Ankunft in Metz endete vorerst die Zeit der Sprinter, am Samstag (07.07.201) steht nach 199 Kilometern in La Planche de Belles Filles die erste Bergankunft der 99. Tour de France auf dem Programm. Auf dem 5,9 Kilometer langen und im Schnitt 8,5 Prozent steilen Weg zur Skistation in 1035 Metern Höhe werden sich dabei die Favoriten belauern.