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Amerika

Green Bay Packers gewinnen Super Bowl

Nach 14 Jahren hat das Team aus dem US-Bundesstaat Wisconsin erstmals wieder die wichtigste Sporttrophäe der USA gewonnen. Die Mannschaft um Quarterback Aaron Rodgers schlug die Pittsburgh Steelers mit 31:25 Punkten.

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Rodgers selbst warf drei Touchdown-Pässe im Finale der North American Football League (NFL). Der Super Bowl fand dieses Jahr im Stadion der Dallas Cowboys in Arlington im US-Staat Texas statt.

Cheeseheads feiern ihr Team

Green Bay Packers-Fans feiern den Gewinn des Super Bowls (Foto:ap)

Tausende Packers-Fans, die sogenannten Cheeseheads, säumten nach dem Spiel die Straßen von Arlington, um den Sieg ihres Teams gegen die Favoriten zu feiern. "Es ist das, wovon ich als Kind träumte, als ich Joe Montana und Steve Young zusah," sagte Spielmacher Rodgers. Auch Wisconsin, der Heimatstaat der Packers, war in heller Aufruhr, schließlich war es das erste Finale, das ihr Team seit 13 Jahren bestritt.

Die Trophäe der Liga ist nach ihrem ehemaligen Trainer Vince Lombardi benannt. Dieser gewann mit seinem Team die ersten beiden Super Bowls. "Vince Lombardi kommt zurück nach Green Bay," sagte NFL-Chef Roger Goodell, als die silberne Trophäe den Packers übergeben wurde.

Starke Receiver-Truppe

Spielszene Green Bay Packers gegen die Pittsburgh Steelers (Foto:ap)

Die Green Bay Packers haben bei ihren fünf Super-Bowl-Auftritten vier Mal den Platz als Sieger verlassen. Allerdings verloren sie bei ihrer letzten Endspielteilnahme 1998 mit 31 zu 24 gegen die Denver Broncos. Mit insgesamt 28 Play-Off-Siegen bei 16 Niederlagen haben die Packers die beste Siegesquote der Liga und liegen in dieser Statistik auf Platz drei hinter Dallas und Pittsburgh.

Die Packers sind in ihrer Liga das erste Team, das - obwohl sie als letzte ihr Play-Off-Ticket lösten und nur an sechster Stelle gesetzt waren - das Endspiel erreicht hat. Die Stärke der Packers ist ihre Receiver-Truppe. Zum ersten Mal in der Teamgeschichte haben in dieser Saison alle drei Top-Receiver über 50 Pässe gefangen.

Steelers können Rekord nicht ausbauen

Spielszene Green Bay Packers gegen die Pittsburgh Steelers (Foto:ap)

Der Favorit aus Pittsburgh lag schon vor der Halbzeitpause hoffnungslos mit 3:21 zurück - und das, obwohl die Steelers die Erfahrung und die Zuschauer hinter sich hatten. Es war erst das zweite Mal, dass die Steelers einen Super Bowl verloren haben.

Mit ihrer achten Super-Bowl-Teilnahme haben die Steelers mit dem bisherigen Rekordhalter Dallas Cowboys gleichgezogen. Mit einem weiteren Sieg wären sie an den Cowboys vorbeigezogen und hätten die meisten Playoffsiege aller NFL-Teams. Seit ihrem sechsten Titelgewinn 2008 halten sie bereits diesen Rekord.

Schaulaufen der Stars

Schauspielerehepaar Catherine Zeta-Jones und Michael Douglas auf dem Weg zum Spiel (Foto:ap)

Viele Hollywood-Schauspieler wohnten dem verdienten Sieg der Packers bei und kamen in das Cowboys-Stadion in Arlington: Catherine Zeta-Jones und Michael Douglas wollten sich das Spektakel ebenso wenig entgehen lassen wie Adam Sandler, Hugh Jackman, John Travolta, Jennifer Aniston und Owen Wilson.

Auch der ehemalige US-Präsident George W. Bush und seine Frau Laura fanden sich auf der Tribüne ein. Zum Auftakt des Spiels erfassten die Kameras auch Cameron Diaz und Baseball-Star Alex Rodriguez.

Aguilera verpatzt Nationalhymne

Sängerin Christina Aguilera singt die US-Nationalhymne vor Beginn des Spiels (Foto:ap)

Wenig starverdächtig war hingegen der Auftritt von Christina Aguilera: Sie verpatzte die Nationalhymne vor dem Spiel mit gleich zwei Fehlern. Danach beteuerte die Popsängerin ihre Liebe zu den USA: "Ich kann nur hoffen, dass jeder meine Liebe für dieses Land gefühlt hat und der wahre Geist der Hymne noch vermittelt wurde!"

Die 30-jährige hatte statt der siebten Zeile der Hymne die dritte einfach nochmal gesungen. Dabei passierte ihr aber gleich ein zweiter Patzer: Statt "What so proudly we hail'd" ("Was wir so stolz bejubelt haben"), sang sie "What so proudly we watched" - das "watched" hätte wiederum in die vergessene siebte Zeile "O'er the ramparts we watch'd" ("Über den Wällen, die wir bewachten") gepasst.

US-Medien kommentierten den Patzer mit Häme. Das Magazin "Time" schrieb: "Wenn Sie dachten, das wichtigste Gesprächsthema abseits des Spiels war die Werbung, raten Sie noch einmal."

Das Großereignis in den USA

Stadion der Dallas Comboys in Arlington, Texas (Foto:ap)

Das Endspiel ist nicht nur das größte Ereignis des Sport-, sondern auch des Fernsehjahres in den USA. Vermutlich sahen diesmal noch mehr Menschen als die gut 106 Millionen Zuschauer des Vorjahres zu - mehr als jeder dritte US-Amerikaner.

Es gilt als eine besondere Ehre, die Hymne vor dem Spiel singen zu dürfen. Aguilera war aber nicht die erste, die die Hymne verpatzte. Vor zehn Jahren passierte es schon Macy Gray und erst vor ein paar Wochen den Countrymusikern von der Eli Young Band - allerdings nicht beim Super Bowl.

Autor: Oliver Pieper (ap,dpa)
Redaktion: Mirjam Gehrke