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Reise

Great Barrier Reef in Gefahr

Am größten Korallenriff der Welt in Australien sterben wegen erhöhter Wassertemperaturen in erschreckendem Maß Korallen ab. Die zuständige Behörde verhängte deshalb die höchste Alarmstufe.

In den nördlichen Regionen des Great Barrier Reefs seien bis zu 50 Prozent der Korallen betroffen, berichtete die Marineparkbehörde. Alarmstufe 3 wird bei schwerwiegender Korallenbleiche ausgerufen. "Das bedeutet, dass wir mehr Untersuchungen durchführen, um die verschiedenen Belastungen für das Riff besser zu verstehen und dem Management Entscheidungshilfen zu geben", sagte Russell Reichelt, Chef der Behörde.

Taucher hätten am Nordende des Great Barrier Reefs erhebliche Schäden festgestellt. "Die Korallen sind über Monate in warmem Wasser gewesen. Das hat Hitzestress erzeugt, mit dem sie nicht länger fertiggeworden sind", erklärte Reichelt. Die Erwärmung des Meerwassers hängt unter anderem mit dem Wetterphänomen El Niño zusammen. Schifffahrt, Fischerei, Erosion, Stürme und der Abfluss von Dünger und Pestiziden aus intensiver Landwirtschaft bedrohen außerdem das Riff. Die Korallendecke ist seit 1985 um die Hälfte geschrumpft.

Das Great Barrier Reef ist das größte Korallen-Ökosystem der Welt. Es besteht aus rund 3000 einzelnen Riffen, 900 Inseln und zieht sich über 2300 Kilometer entlang der Ostküste Australiens. Hier gibt es mehr als 600 Korallen- und tausende Tierarten wie Seeschlangen, Wale und Delfine. Das Riff ist eine der größten Touristenattraktionen Australiens. Seit 1981 steht es auf der Weltnaturerbe-Liste der UNESCO.

ey/ak (dpa, afp)

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