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Sport

Grange gewinnt Slalom-Gold

Der Franzose Jean-Baptiste Grange holt den Sieg im WM-Slalom. Im letzten Rennen der Titelkämpfe von Vail sichern sich zwei deutsche Alpine die beiden anderen Medaillen. Der Top-Favorit scheidet aus.

Silbermedaillengewinner Fritz Dopfer, Sieger Jean-Baptiste Grange und der Dritte Felix Neureuther (l.-r.) stehen auf dem Podest in Beaver Creek (Foto: Al Bello/Getty Images)

Gemeinsame Freude auf dem Podest: Fritz Dopfer, Jean-Baptiste Grange und Felix Neureuther (l.-r.)

Was war das für ein Finale dieser Weltmeisterschaften! Immer wieder wechselnde Führungen, banges Warten auf die Konkurrenz und dann die Gewissheit für den Franzosen Jean-Baptiste Grange, den Titel im Slalom gewonnen zu haben. Dank eines furiosen zweiten Laufs verbesserte sich Grange in Vail/Colorado noch vom fünften auf den ersten Rang.

Fritz Dopfer beim WM-Slalom auf der Piste von Beaver Creek (Foto: EPA/VASSIL DONEV)

Fritz Dopfer erkämpft WM-Silber im Slalom

Hinter ihm landeten in Fritz Dopfer und Felix Neureuther zwei Deutsche. Dopfer, der wegen Rückenproblemen den Teamwettbewerb verpasst hatte, konnte seine Gefühle kaum in Worte fassen: "Vor zwei Wochen hätte ich mir das nie vorstellen können, weil ich nicht in der Verfassung war", sagte Dopfer im ARD-Fernsehen. "Ich bin extrem dankbar, dass ich das erleben darf. Das hätte ich mir nie erträumt". Er hatte sich vom sechsten Platz nach dem ersten Lauf noch auf Silber vorgefahren, hatte am Ende 0,35 Sekunden Rückstand auf Grange.

Hirschers Pech - der Deutschen Glück

Hin- und hergerissen war sein Teamkollege Neureuther. Der beste Slalomfahrer dieser Saison verbremste den ersten Lauf, kam nur als Siebter ins Ziel. Im Finaldurchgang griff Neureuther zwar an, aber ein grober Patzer wäre ihm fast zum Verhängnis geworden: "Nach dem Fehler hätte ich nie gedacht, dass ich eine Medaille gewinnen kann", sagte er im Ziel. "Ende gut, alles gut".

Ski WM Slalom Felix Neureuther

Felix Neureuther holt trotz eines Riesenfehlers im zweiten Durchgang die ersehnte Medaille

Dass er dabei vom Ausscheiden seines österreichischen Freundes und Konkurrenten Marcel Hirscher profitierte, war Neureuther sichtlich peinlich. Hirscher war als Führender und letzter Starter ins Rennen gegangen, verlor aber schon im oberen Teil seinen Vorsprung und schied dann nach einem Einfädler aus.

Stark präsentierten sich auch die beiden anderen, jungen DSV-Athleten: Linus Strasser kam bei seinem ersten internationalen Großereignis als Zehnter in die Wertung, Philipp Schmid wurde 17.

Die deutsche Mannschaft kommt damit bei dieser WM auf zweimal Silber und einmal Bronze, nachdem zuvor nur Viktoria Rebensburg im Riesenslalom auf dem Podest gestanden hatte.

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