1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Nahost

Granaten aus Syrien treffen den Libanon

Granaten, die offenbar in Syrien abgefeuert wurden, haben im benachbarten Libanon zwei Menschen getötet. Zehn weitere wurden verletzt, so die libanesische Polizei.

Im Nordosten des Libanons sind, fünf bis 20 Kilometer von der Grenze entfernt, Mörsergranaten aus Syrien eingeschlagen. Eine Frau sei getötet worden, als eine Granate ihr Haus in der Gegend Wadi Chalid getroffen habe, sagten Sicherheitsbeamte. Dabei seien fünf Menschen verletzt worden.

Eine weitere Granate sei später im nahegelegenen Dorf al Hische eingeschlagen und habe einen achtjährigen Jungen getötet. Der Vater und vier Geschwister des Opfers seien verletzt worden.

Armee in Alambereitschaft

Wer die Granaten abgefeuert hat, ist unklar. Augenzeugen zufolge hatten Rebellen aus Syrien zuvor die Grenze überschritten. "Oberste Priorität" habe der Schutz der Zivilbevölkerung, erklärte der libanesische Präsident Michel Suleiman. Er kündigte an, die Vorfälle untersuchen zu lassen.

Die libanesische Armee wurde in Alarmbereitschaft versetzt. "Die Armeeverbände in dem (Grenz)Gebiet von Wadi Chalid sind in höchster Bereitschaft, es wurden die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um gegen jede Verletzung der syrisch-libanesischen Grenze vorzugehen", teilte die Armeeführung in Beirut mit.

Schwappt der Konflikt über die Grenze?

Die seit über einem Jahr andauernde Gewalt in Syrien hat Ängste geschürt, der Konflikt zwischen der syrischen Führung und den Gegnern von Präsident Baschar al-Assad könnte sich auf das Nachbarland Libanon ausweiten.

In der Hafenstadt Tripoli war es Anfang Juni bereits zu Gefechten zwischen Anhängern beider Seiten gekommen. Im Libanon sympathisieren viele Sunniten mit dem Aufstand gegen den syrischen Präsidenten, der der alawitischen Minderheit angehört.

rv/det (dapd, dpa, rtr)