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Kultur

Grammy-Glück für Deutschland

Die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Sir Simon Rattle und der Rundfunkchor Berlin haben bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles erneut einen der begehrten Musikpreise gewonnen.

Berliner Philharmoniker

Wieder ein Grammy für die Berliner Philharmoniker

Die Philharmoniker und der Rundfunkchor Berlin setzten sich mit dem Choralwerk "Symphony of Psalms" unter anderen gegen das Londoner Symphony Orchestra und die Warschauer Philharmoniker durch. Bereits vor einem Jahr hatten die Berliner für ihre CD "Brahms: Ein Deutsches Requiem" einen Klassik-Grammy errungen. Neue Grammy-Freude auch für den deutschen Filmkomponisten Hans Zimmer, der zusammen mit seinem Kollegen James Newton Howard für den Soundtrack zum Batman-Kassenschlager "The Dark Knight" belohnt wurde.

Abräumer des Abends

Robert Plant und Alison Krauss (Foto: AP)

Alle Hände voll: Robert Plant und Alison Krauss

Einen Triumph konnten zwei 'Veteranen' des Musikgeschäfts feiern. Die Rocklegende Robert Plant und die Bluegrass-Königin Alison Krauss gewannen für ihr Duo-Projekt gleich fünf der begehrten Musikpreise, unter ihnen die besonders wichtige Auszeichnung für das beste Album.

Mit ihrer Preisentscheidung für den 60-jährigen Plant und die 23 Jahre jüngere Krauss würdigte die Grammy-Akademie das Duett-Album "Raising Sands", auf dem die beiden Musiker die Stilrichtungen Rock und Country zusammenführten. Auf dem Album ist auch der Song "Please Read The Letter" zu finden, der den Grammy für die beste Single des Jahres gewann.

Plant, dessen Karriere vor mehr als 40 Jahren als Sänger der Kult-Rockband Led Zeppelin begonnen hatte, wollte seine Überraschung nicht verhehlen: "Ich würde sagen, ich bin ziemlich verblüfft", sagte Plant. "Das ist eine hübsche Art, den Sonntag zu verbringen." Seine Duettpartnerin Krauss sprach von einer "wunderbaren Zeit". Mit nunmehr 26 Grammys hält die Country-Queen den Rekord für weibliche Musiker.

Viva La Vida

Der Grammy für den besten Song ging an die Gruppe Coldplay für die basslastige Mitsingnummer "Viva La Vida". Ihr gleichnamiges Album war auch als Album des Jahres nominiert. Als Newcomerin des Jahres wurde die britische Songschreiberin Adele ausgezeichnet, die auch den Grammy als beste Popsängerin gewann. Der Grammy für den besten männlichen Popsänger ging zum vierten Mal an John Mayer.

Bewegende Momente

Jennifer Hudson (Foto: AP)

Zu Tränen gerührt: Jennifer Hudson

Größter Publikumsliebling auf der Preisgala war die Sängerin Jennifer Hudson. Bei einem emotionalen Auftritt nahm die 27-Jährige, deren Mutter und Bruder im vergangenen Jahr ermordet wurden, den ersten Grammy ihrer Karriere entgegen. "Ich danke meiner Familie im Himmel und denen, die heute Abend hier sein können", sagte Hudson unter Tränen. Den Preis erhielt sie für das beste R&B-Album des Jahres.

Der Grammy Award ist der wichtigste amerikanische Musikpreis, der seit 1959 von der National Academy of Recording Arts and Sciences verliehen wird. Derzeit werden Grammys in insgesamt 110 Kategorien vergeben. Der Preis ist von der Bedeutung vergleichbar mit dem Oscar in der Filmindustrie. (wa)

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