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Simbabwe

Grace Mugabe zurück in Simbabwe

Gegen Simbabwes Präsidentengattin wird in Südafrika wegen Körperverletzung ermittelt, die Polizei hatte ihr Ausreiseverbot erteilt. Trotzdem ist Grace Mugabe mit ihrem Mann heimgeflogen.

Der staatliche Fernsehsender ZBC zeigte die Ankunft von Simbabwes Präsident Robert Mugabe und seiner Frau Grace (Archivbild) am Flughafen in Harare. Der Staatschef war nach einem mehrtägigen Regierungstreffen aus dem Nachbarland zurückgekehrt. Die Präsidentengattin hatte ihren Mann begleitet, auch um sich in der Metropole Johannisburg privat wegen einer Unfallverletzung behandeln zu lassen.

Mit ihrer Heimkehr dürfte sich Grace Mugabe jedoch rechtliche Konsequenzen entziehen: In Südafrika wird derzeit gegen die Politikerfrau wegen Körperverletzung ermittelt. Sie soll ohne Vorwarnung mit einem Verlängerungskabel eine 20-jährige Südafrikanerin verprügelt haben, die sie in der Hotelsuite ihrer beiden Söhne angetroffen haben soll. Südafrikas Polizei verwehrte der 52-Jährigen die Ausreise, Grace Mugabe beruft sich auf diplomatische Immunität.

Der Vorfall belastet die Beziehungen beider Länder schwer. Ein Flugzeug der südafrikanischen Fluggesellschaft SAA durfte am Samstag nicht von Simbabawes Flughafen Harare zu einem Flug nach Johannesburg abheben. SAA-Sprecher Tlali Tlali erklärte im TV-Sender SABC, die Behörden hätten erstmals seit zwei Jahrzehnten bestimmte Dokumente gefordert. Im Gegenzug habe ein Jet der Air Zimbabwe nicht Johannesburgs Airport verlassen dürfen.

Grace Mugabe ist die zweite Ehefrau von Simbabwes autokratischen Langzeit-Präsidenten Robert Mugabe. Sie gilt als mögliche Nachfolgerin ihres Mannes.

myk/kle (dpa, afp, AP)