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Wirtschaft

Grünes Licht für Alstom-Verkauf

Der französische Industriekonzern Alstom hat von Paris die Erlaubnis erhalten für den Verkauf seiner Energiesparte an GE aus den USA. Mit den verbleibenden Sparten will der Siemens-Rivale mehr Umsatz machen.

Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macron hat den Verkauf der Energiesparte der französischen Alstom an den US-Konzern General Electric (GE) offiziell genehmigt. Das gab das Ministerium am Mittwoch bekannt.

Wegen der strategischen Bedeutung des Unternehmens hatte sich Paris während des Übernahmepokers zwischen GE und der deutschen Siemens nebst japanischem Partner Mitsubishi Heavy Industries ein Vetorecht gesichert.

Einfluss der Regierung

Den Zuschlag hatten die Amerikaner im Juni erhalten. Sie bewerten das Energiegeschäft mit 12,35 Milliarden Euro und wollen mit Alstom ein gemeinsames Unternehmen gründen.

Damit konnte die Regierung in Paris dem US-Konzern den Erhalt von Alstom-Arbeitsplätzen in Frankreich abringen und sich einen strategischen Einfluss im Stromsektor sichern.

Wenn das Geschäft mit GE abgeschlossen sei, werde Frankreich einen Anteil von bis zu 20 Prozent an Alstom vom Mischkonzern Bouygues übernehmen, sagte Wirtschaftsminister Emmanuel Macron am Mittwoch.

Unklar ist noch, wie Alstom den Verkaufserlös verwenden wird. Die Alstom-Spitze werde darüber noch bis zur Hauptversammlung am 19. Dezember beraten, so Kron. An diesem Tag sollen die Alstom-Aktionäre auch dem Verkauf an GE zustimmen.

Alstom-Chef Patrick Kron PK 07.05.2014

Alstom-Chef Patrick Kron

Wachstum bei Alstom

Für das verbleibende Geschäft mit Zügen und Bahntechnik gibt sich der Siemens-Rivale zuversichtlich. Mittelfristig werde die "neue Alstom" jährlich fünf Prozent zulegen und die operative Rendite leicht auf fünf bis sieben Prozent steigern, erklärte Vorstandschef Patrick Kron.

Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2014/15 stand im Bahngeschäft ein Auftragsrekord zu Buche. Das Volumen der Neubestellungen legte binnen Jahresfrist um mehr als das Doppelte auf 6,4 Milliarden Euro zu. Vor allem ein Großauftrag über vier Milliarden Euro half dem Konzern.

Der Umsatz erhöhte sich im Halbjahr um 13 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Im ganzen Geschäftsjahr rechnen die Franzosen mit einer "hohen einstelligen" Wachstumsrate.

bea/hb (dpa, reuters)